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Gemeinde: Kein Windrad näher als 1000 Meter

Uetze Gemeinde: Kein Windrad näher als 1000 Meter

Die Gemeinde Uetze hält an ihrer Position fest: Der Abstand zwischen Windparks und Wohnbebauung soll mindestens 1000 Meter betragen. Im überarbeiteten Entwurf für das neue Regionale Raumordnungsprogramm (RROP) weist die Region Hannover aber einen Mindestabstand von nur 800 Metern aus.

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Rund 100 Meter sind die Windräder im Süden der Ortschaft Uetze hoch. Für neue Räder wird die Höhenbegrenzung aufgehoben.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Den neuen RROP-Entwurf hat Wolfgang Jung von der Region Hannover dem Ratsausschuss für Umwelt und Planung am Dienstagabend vorgestellt. Die Region will die Vorranggebiete für die Nutzung der Windenergie nördlich und südlich von Uetze sowie südlich von Hänigsen und südlich von Schwüblingsen vergrößern.

Allerdings fällt das erweiterte Vorranggebiet im Norden Uetzes kleiner aus als ursprünglich geplant. Es reicht nicht mehr so dicht an Bröckel heran wie im ersten Entwurf. In dem Bereich hatten Projektierer acht neue Windräder geplant. Dazu hat es bereits einen sogenannten Scopingtermin gegeben, bei dem der Untersuchungsumfang für das Genehmigungsverfahren festgelegt wurde. Laut Jung wollen die Projektierer inzwischen wegen der geringeren Erweiterungsfläche nur noch zwei Räder bauen. „Nach meinem Kenntnisstand liegt dafür noch kein Genehmigungsantrag vor“, sagte Jung.

Peter Pawlitza (CDU) plädierte dafür, in Uetze einen Mindestabstand von 1000 Metern zwischen Windrädern und Wohnhäusern festzuschreiben. Außerdem dürfe der Windpark im Norden Uetzes nicht an den Modellflugplatz heranreichen. „Wir stellen bereits überproportional viel Raum für Windkraftanlagen zur Verfügung“, argumentierte Pawlitza.

Doch Jung wies diese Forderungen zurück: „Den Abstand müssen wir in der Region einheitlich festlegen.“ Wenn man den Abstand um 200 Metern vergrößere, halbiere sich in der Region die Fläche für die Vorranggebiete. Das sei eine zu große Einschränkung.

In ihrer Stellungnahme zum RROP bleibt Uetze jedoch bei einem Mindestabstand von 1000 Meter, genauso wie die Stadt Burgdorf.
„Die Forderung nach einem Abstand von 1000 Metern ist für die Gespräche mit den Projektierern wichtig“, sagte Bürgermeister Werner Backeberg (SPD). Diese hätten bisher glaubhaft versichert, die Abstandswünsche der Gemeinde – auch bezüglich des Modellflugplatzes – zu respektieren.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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