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Denkfabrik soll im August Arbeit aufnehmen

Uetze Denkfabrik soll im August Arbeit aufnehmen

Eine Denkfabrik Uetze 2030 soll ab August Visionen für die Gemeinde entwickeln und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft der Kommune stellen. Im Ratsausschuss für Finanzen unterstützten CDU, Grüne und FDP diesen Vorschlag der Balu-Fraktion. SPD und Verwaltung hatten hingegen Vorbehalte.

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Eine Denkfabrik soll für die Gemeinde Uetze Visionen entwickeln.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. "Wir müssen in der Gemeinde visionär denken, um sie weiterzuentwickeln", sagt Oliver Wempe (Balu). Über die künftigen Ziele der Kommune müssten Politiker und Verwaltung ergebnisoffen mit Bürgern diskutieren. Nach Wempes Vorstellungen sollen in der Denkfabrik sieben Ratsmitglieder, sieben Einwohner und der Verwaltungsvorstand mitarbeiten.

Das Gremium solle sich zum Beispiel damit auseinandersetzen, ob sich die Gemeinde weiter als Freizeitland verstehen will, ob sie weiter den Ausbau regenerativer Energien vorantreiben, wie sie Firmen ansiedeln und wo sie Bauland ausweisen will. Ein externer Moderator solle die Diskussion leiten.

Der für Finanzen zuständige Fachbereichsleiter Thomas Müller erinnerte Wempe daran, dass sich eine Arbeitsgruppe mit der Haushaltskonsoldierung der Gemeinde befassen soll. Ein zusätzlicher Arbeitskreis binde weitere Ressourcen der Verwaltung, gab Müller zu bedenken. "Ein Arbeitskreis Haushaltskonsolidierung ist mir zu eng gefasst", erwiderte Wempe. In der Denkfabrik soll es nicht nur um die Finanzen, sondern um die Entwicklung der Gemeinde insgesamt gehen, pflichtete Georg Beu (Grüne) Wempe bei.

"Eine Denkfabrik ist eine gute Sache", sagte Rudolf Schubert (SPD). Aber: "Mir fehlt das Konzept, das dahinter stecken soll", fuhr er vor. Die Ziele müssten klar definiert werden. "Sonst wird es eine Laberbude", befürchtete Schubert. Offen sei auch, nach welchen Kriterien die Bürger ausgewählt werden sollen. Ein externer Berater koste Geld, kritisierte Schubert.

Hingegen sprach sich Ulf-Hendrik Schrader (FDP) dafür aus, möglichst bald einen externen Moderator zu suchen. Beu entgegnete Schubert, dass im Balu-Antrag bewusst keine Ziele genannt seien. Die Denkfabrik solle sie selber festlegen.

"Wir fangen nicht bei Null an", sagte Bürgermeister Werner Backeberg (CDU). Vor fast zehn Jahren habe der Rat ein Zukunftssicherungskonzept mit strategischen Zielen beschlossen. Dieses könne man fortschreiben. Daher finde er die Bezeichnung Fortschreibung des Gemeindeentwicklungskonzepts treffender als Denkfabrik.

Schließlich votierten CDU, Grüne, FDP und Balu dafür, zum 15. August eine Denkfabrik einzurichten, deren Ergebnisse in ein Gemeindeentwicklungskonzept einfließen sollen. Die SPD-Vertreter enthielten sich der Stimme.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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