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Unterkünfte für Flüchtlinge sind in Kürze voll

Dollbergen Unterkünfte für Flüchtlinge sind in Kürze voll

Die Gemeinde richtet das Schützenheim, das Blaue Haus (das frühere Jugendheim) und das alte Feuerwehrhaus als Sammelunterkünfte für Flüchtlinge her. Bereits im Februar werden diese Gebäude wohl vollständig belegt sein. Am Donnerstagabend hat die Gemeindeverwaltung rund 50 Anwohner über ihre Pläne informiert.

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Das frühere Schützenheim wird als Sammelunterkunft für Flüchtlinge hergerichtet werden.Schiller

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Dollbergen. Laut Bürgermeister Werner Backeberg muss die Gemeinde im nächsten Jahr voraussichtlich 200 bis 400 Flüchtlinge aufnehmen. Davon sollen 50 bis 60 eine vorübergehende Bleibe in den drei genannten Häusern finden. „Im Blauen Haus wollen wir Familien und Frauen unterbringen“, berichtete die Erste Gemeinderätin Ursula Tesch. Die Verwaltung wolle die Männer auf die beiden anderen Gebäude verteilen.

„Wie die nächste Quote aussieht, weiß noch keiner“, sagte Dagmar Lindemann, Leiterin des Teams Soziales. Tesch geht aber davon aus, dass die Gemeinde ab Jahresanfang in jeder Woche zehn Flüchtlinge zugewiesen bekommt. „Dann sind die Notunterkünfte nach fünf bis sechs Wochen voll“, folgerte sie.

Auch Turnhallen werden belegt

Daher werde die Gemeinde wohl im Februar oder im März nicht umhinkönnen, Turnhallen in Sammelunterkünfte umzuwandeln, wie Backeberg ankündigte. Dafür sei zunächst die Halle in Dedenhausen vorgesehen, danach diejenige in Katensen. In Dollbergen hatte die Gemeinde noch eine weitere Immobilie als Notunterkunft in Betracht gezogen. „Aber das hat sich nicht realisieren lassen“, berichtete Backeberg.

Inzwischen habe die Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG) der Gemeinde die freie Fläche neben dem neuen Feuerwehrhaus zum Kauf angeboten. Die Verhandlungen liefen noch. Auf der Fläche könne die Gemeinde gegebenenfalls mobile Holzunterkünfte aufstellen. „Das wäre eine Maßnahme, die wohl erst Mitte des Jahres zum Tragen käme“, sagte der Bürgermeister.

Mindestens bis zum Herbst des kommenden Jahres muss sich die Gemeinde bei der Flüchtlingsunterbringung mit Notunterkünften behelfen. Frühestens dann werden die drei geplanten Wohnblocks für Asylsuchende an der Webgarten- und der Hünenburgstraße in Uetze sowie in Hänigsen fertig.

Dollberger helfen bei der Integration

Gibt es schon Pläne, die Flüchtlinge in die Gesellschaft zu integrieren?“ Das wollten Einwohner in der Informationsveranstaltung zur Flüchtlingsunterbringung in Dollbergen wissen. Mit der Betreuung der Sammelunterkünfte wird die Gemeinde eine Hilfsorganisation wie etwa den Arbeiter-Samariter-Bund beauftragen. Dagmar Lindemann, Leiterin des Teams Soziales, machte deutlich, dass die Gemeinde trotzdem auf die Unterstützung Ehrenamtlicher angewiesen sein wird. „Wir werden auch Sie in Dollbergen brauchen“, unterstrich Lindemann. Ortsbürgermeisterin Tove Knebusch hat bereits 30 Einwohner gewonnen, die sich um die Asylbewerber in den Sammelunterkünften kümmern wollen. „Es wird Aufgabe der Gruppe sein, bei der Integration zu helfen“, erläuterte Knebusch. Die Gruppe trifft sich am Donnerstag, 10. Dezember, um 18.30 Uhr im Sportheim. „Es wäre ganz wichtig, dass sich auch Männer in der Flüchtlingsarbeit engagieren“, sagte die Erste Gemeinderätin Ursula Tesch. Sie könnten sich zum Beispiel als Schachpartner zur Verfügung stellen. 

von Friedrich-Wilhelm Schiller

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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