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Was bewegt Unternehmer auf dem Land

Uetze Was bewegt Unternehmer auf dem Land

Die Suche nach Mitarbeitern, der Wunsch nach Spenden, Betriebszeiten auch am Wochenende: Über die Herausforderung, auf dem Land ein Unternehmen zu betreiben, sprechen Firmenchefs am 26. Mai in Katensen.

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Thomas Klages belädt einen Verkaufswagen. Er hat auf mehreren Wochenmärkten Stände.

Quelle: Schiller

Katensen. Es ist schwierig, qualifiziertes Personal zu finden“, klagen der Bioland-Gärtner Thomas Klages und Björn Winkel, Inhaber eines Containerdienstes und einer Kompostieranlage. Sie sind Gastgeber der nächsten Unternehmergespräche am Donnerstag, 26. Mai. Der Abend geht um das Thema, welche Probleme, aber auch welche Chance Unternehmen in ländlichen Regionen haben.

Die Saisonarbeit stellt sich oft als Hürde bei Neueinstellungen heraus. „Wenn die Sonne scheint, geht es bei uns rund“, sagt Winkel. Daher könnten die Mitarbeiter zum Beispiel nicht im Sommer in den Urlaub fahren. Klages hat deshalb für seinen Betrieb ein Arbeitszeitmodell entwickelt, bei dem seine Mitarbeiter im Winter Überstunden abbummeln. „Das funktioniert nur, wenn die Mitarbeiter dazu bereit sind“, stellt er klar.

In Winkels und Klages’ Betrieben fällt hin und wieder auch noch am Abend Arbeit an. „Die Nachbarn haben dafür durchaus Verständnis, aber nicht alle im Dorf“, berichtet Klages. So höre er hin und wieder Klagen über Lärm und andere Emissionen.
Laut August Josef Renken, Organisator der Unternehmergespräche, erwartet die Gesellschaft, dass Unternehmen Flüchtlinge beschäftigen. „Die Sprache ist das größte Hindernis“, weiß Winkel. „Sie müssen Deutsch können“, fügt Klages hinzu. Außerdem müsse ein Flüchtlingsbetreuer bei Problemen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Klages und Winkel wünschen sich zudem „eine intensivere Begleitung“ durch die Wirtschaftsförderung der Landwirtschafts- und der Handwerkskammer sowie der Gemeinde. Dann lernten die Wirtschaftsförderer die Probleme der Betriebe kennen und könnten gezielt helfen.

Örtliche Vereine erwarten, dass heimische Unternehmen Veranstaltungen sponsern. „Das ganz große Problem ist, es allen recht zu machen. Wenn man für einen spendet, weckt man bei anderen Erwartungen“, gibt Winkel zu bedenken. Ein Betrieb müsse genügend Gewinn abwerfen, um spenden zu können, betont Renken.

Die nächsten Unternehmergespräche sind am Donnerstag, 26. Mai, in Katensen. Treffpunkt ist um 19 Uhr bei der Biogärtnerei Klages, Dorfstraße 1.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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