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Vereine müssen umziehen

Uetze Vereine müssen umziehen

Die Turnhalle der früheren Stötzner-Schule steht derzeit nicht für den Vereinssport zur Verfügung, weil das Land in dem Gebäudekomplex eine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge eingerichtet hat.

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Die ehemalige Stötzner-Schule ist seit wenigen Tagen Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge. Das hat jetzt Konsequenzen für die Vereine und Projekte.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Der VfL und das Rote Kreuz müssen daher in andere Gebäude ausweichen. Betroffen sind zudem die Volkshochschule und das Projekt „Die zweite Chance“ für Schulverweigerer. In der Stötzner-Halle haben bislang Judoka, Volleyballer und Leichtathleten des VfL trainiert. „Ich denke, dass wir für diese Sparten im Vorstand eine befriedigende Lösung erarbeitet haben“, sagt VfL-Vorsitzender Volker Paga. Zum Teil habe man Übungszeiten verschieben müssen.

Die Leichtathleten trainieren jetzt laut Paga gleichzeitig mit Handballern in der großen Sporthalle des Schulzentrums. Das sei dank der Trennwände in der Halle möglich. Die Volleyballer nutzen freie Kapazitäten in der vereinseigenen Halle. Die Judosparte zieht in die Grundschulturnhalle in Uetze um. „Allerdings müssen wir etwas die Trainingszeit kürzen“, sagt Paga. Vor Wettkämpfen könnten Sportler des VfL zusätzlich sonnabends in der Grundschulhalle trainieren.

Paga geht davon aus, dass die Spartenleiter die Lösung akzeptieren. „Aber es gibt vereinzelt Eltern, die dafür kein Verständnis haben“, berichtet der Vereinschef.

Das DRK hatte Seniorensport in der Halle der Stötzner-Schule angeboten. „Wir haben unsere Sachen in unsere Räume an der Praklastraße gebracht. Da findet unser Seniorensport notfallmäßig statt. Ideal ist das aber nicht“, sagt DRK-Vorsitzender Egbert Kobbe.

Nach Auskunft des Rathaussprechers Andreas Fitz weicht die Volkshochschule mit ihren Kursen in das Familienhaus aus. Die Jugendlichen des Projekts „Die zweite Chance“ machten jetzt im Schulzentrum Sport, berichtet Fitz.

Laut Fitz droht bis zum Jahresende keine Schließung einer anderen Turnhalle, weil die Gemeinde bis dahin keine weiteren Asylbewerber zugewiesen bekommt. Voraussichtlich muss Uetze aber 2016 wieder Flüchtlinge aufnehmen, weil Anfang des Jahres neue Quoten für die Kommunen festgelegt werden. Um dann eine Belegung einer Halle zu vermeiden, sucht die Gemeinde Wohnungen für die Flüchtlingsunterbringung.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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