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Poetische Klangkunst verzaubert Zuhörer

Uetze Poetische Klangkunst verzaubert Zuhörer

"Liquid Words" heißt das Programm, mit dem das Duo Nana & Abée auf Einladung der Kulturinitiative Uetze K4, zu Gast in der hübschen kleinen Eltzer Kirche gewesen ist.

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Nana & Abée vertonen Gedichte ganz unterschiedlicher Autoren und führen Worte und Musik zu einer fantasievollen Klangkunst zusammen.xxx

Quelle: Heine

Eltze. Hinter dem Titel verbirgt sich eine besondere Art, Gedichte ganz unterschiedlicher Autoren zu vertonen und Worte und Musik zu einer Klangkunst zusammenzuführen. Liquid Words sind Fließlaute, die den Übergang vom Gesprochenem zum Gesang markieren.

Vermutlich weil Gedichte selten zu Bestsellern werden und Lyrik insgesamt eher ein Nischendasein fristet, war der Musikabend nicht so gut besucht, wie die K4-Organisatoren gehofft hatten. "Wir haben Christoph Abée bei einer Tucholsky-Lesung im vergangenen Jahr kennengelernt und ihn daraufhin eingeladen. ,Liquid Words' ist ein Programm, das aus der Normalität herausspringt", sagte K4-Mitglied Berndt Waltje einleitend.

Nana Kautz (Gesang, Percussion) und Christoph Abée (Gitarre, Percussion, Sound-Design, Loop-Station, Echo-Delay) sind auch privat ein Paar. Sie leben in Hannover und sind der Einladung gern gefolgt. "Wir arbeiten semi-professionell und seit 2014 gemeinsam", erzählte Abée. Die beiden suchen nach einem Label, um ihre erste CD veröffentlichen zu können.

Den Zuhörern wurden nicht etwa einfach nur vertonte Gedichte geboten, sondern assoziative Klanggebilde mit gesungenen oder gesprochenen Wörtern. Echoeffekte, einfache Akkorde, Verzögerungen und Soundüberschneidungen verbanden sich zu einer psychedelischen Lautmischung, die geeignet war, die Zuhörer entspannt aus dem Alltag in Traumwelten zu entführen. Die Musik erinnerte zum Teil an indianische und nordische Traditionals.

Der Vortrag des Gedichtes "Affenbrotbaum" von Ingo Baumgartner wurde zu einem Ausflug in den Dschungel, wobei auch Vogelpfeifen, Rasseln und Trommeln zum Einsatz kamen. Nana und Abée reisten mit den Zuhörern aber auch ans Meer und machten Goethes Gedankenlyrik "Gesang der Geister über den Wassern" lautmalerisch erfahrbar. Gerade bei diesem Gedicht erwies es sich als hilfreich, dass Klaus-Peter Großmann den Text zuvor vorgelesen hatte. Das Nacheinander von Lesung und Klanggestaltung trug zum Verständnis bei.

Zum Schluss interpretierte Nana Kautz Kurt Tucholskys Gedicht "Gefühle" ganz schlicht zur Gitarre mit einem leichten Reinhard-Mey-Timbre so eindrucksvoll, dass sich sicher viele Zuhörer beim Hinausgehen vornahmen, einmal wieder einen Gedichtband zur Hand zu nehmen.

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Von Redakteur Sybille Heine

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