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Viel Kritik an Verzicht auf Bolzplatz

Uetze Viel Kritik an Verzicht auf Bolzplatz

Aus Kosten- und rechtlichen Gründen sieht sich die Gemeinde Uetze nicht in der Lage, den Wunsch des Altmerdingser Ortsrats nach einem Bolzplatz zu erfüllen. Das hat, nachdem die HAZ darüber berichtet hat, auf Facebook einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.

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Es bleibt bei: Ein zweites Tor wird auf dem Altmerdingser Festplatz nicht aufgestellt. Im Hintergrund ist der örtliche Spielplatz zu erkennen.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Altmerdingsen. Unverständnis lösten vor allem die nach Ansicht vieler Internetnutzer überzogenen Vorschriften für die Anlage eines Bolzplatzes aus. Vereinzelt verpackten die User ihren Unmut in Ironie. Andere kritisierten die Dekra, die die Sicherheit von Sport- und Spielplätzen überprüft. Auf deren Veranlassung mussten Ortsratsmitglieder auf dem Festplatz das zweite Tor wieder abbauen, dass sie dort eigenmächtig aufgestellt hatten. Die Dekra befürchtet, dass Kinder auf dem angrenzenden Spielplatz einen Ball an den Kopf bekommen könnten. Zudem wurde der Gemeinde vorgeworfen, sich nicht für die Belange der Kinder zu interessieren.

Der Kritikern hält Bürgermeister Werner Backeberg entgegen, dass sich die Gemeinde an die geltenden Vorschriften halten müsse. So muss sie zum Beispiel einen Bebauungsplan aufstellen und einen teuren Ballfangzaun bauen, wenn sie einen Bolzplatz auf oder neben dem Festplatz einrichten will. Das kostet Geld. Insofern sei die Entscheidung, auf den Bolzplatz zu verzichten, auch der Finanzlage der Gemeinde geschuldet, sagt Backeberg. Entschieden weist der Bürgermeister die Kritik zurück, dass die Gemeinde nicht genug für Kinder tue: "Da fehlt mir jedes Verständnis. Wir geben für die Kinderbetreuung einschließlich Schulen zehn Millionen Euro im Jahr aus."

Auszüge aus den facebook-Kommentaren:

"Das ist Deutschland. Mehr fällt mir dazu nicht ein." (Marcus Peukert)

"Wir erziehen uns eine richtige Weicheigeneration." (Marc Mußmann)

"Das ist so was von peinlich. Armes Deutschland." (Michael Melcher)

"Angeblich wird so viel für Kinder getan." (Elke Ronneberger)

"Man kann sich mit Vorschriften so einmauern, dass gar nichts mehr geht." (Joachim Jördens)

"Ich bin hier anders groß geworden und habe noch auf zwei Tore gespielt." (Marcus Matschull)

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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