Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Vorstand will Anbau an der Kirche

Obershagen Vorstand will Anbau an der Kirche

Gruppen und Kreise der Kirchengemeinde Hänigsen-Obershagen sollen sich wieder in Obershagen in kircheneigenen Räumen treffen können. Der Kirchenvorstand will deshalb die Nikolaikirche in einen multifunktionalen Raum umbauen.

Voriger Artikel
66-Jähriger stirbt bei Brand in Hänigsen
Nächster Artikel
Zuckerrüben als Bakterienfutter

Küsterin Christine Marris sitzt auf einer Holzbank in der Nikolaikirche. Die Kanzel (rechts) stammt aus den Sechzigerjahren, als die Kirche renoviert wurde.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Seit August 2014 stehen der evangelischen Gemeinde nicht mehr die angemieteten Räume im früheren Gasthaus Zur Post, die Nikolaistuben, zur Verfügung. Seitdem treffen sich Gruppen an verschiedenen Orten. Im Sommer 2014 hatten Gemeindemitglieder in einer Versammlung den Wunsch geäußert, dass die Kirche einen eigenen Gruppenraum in Obershagen schaffen soll.

Der Kirchenvorstand hat beim Kirchenkreis Burgdorf nachgefragt, ob die Gemeinde einen Anspruch auf zusätzliche Räume hat. Die Kirchenkreisverwaltung gesteht ihr laut Pastor Andreas Mahler nur rund 20 zusätzliche Quadratmeter zu.

„Ein kleines Gebäude auf dem Kirchengrundstück mit einem rund 40 Quadratmeter großen Raum plus Nebenräume ergibt 80 Quadratmeter“, sagt der Pastor. Daher scheide ein Neubau aus.

Über einen Umbau der Kirche hat der Kirchenvorstand mit der Denkmalschutzbehörde der Landeskirche gesprochen. Diese hat zwei Lösungen vorgeschlagen, bei denen die Raumobergrenze eingehalten wird. Eine Variante sieht einen kleinen Anbau hinter dem Altar vor. Bei der zweiten ist der Anbau im Eingangsbereich geplant.

„Die wesentliche Veränderung für die Gottesdienstbesucher wären einzelne Stühle statt Kirchenbänken und der Abbau der Kanzel zugunsten eines transportablen Lesepults“, erläutert Mahler.

Einzelstühle böten den Vorteil, dass man dann die Kirche für mehrere Zwecke nutzen könne. Kanzeln habe man früher gebaut, damit die Gottesdienstbesucher den Pastor besser hören könnten. „Heute gibt es Lautsprecheranlagen“, sagt Mahler.

Der Obershagener Maurermeister Hans-Heinrich Nolle hat die Kosten für einen Umbau auf rund 150.000 Euro geschätzt. „Der nächste Schritt ist eine qualifizierte Kostenberechnung von einem Architekten“, kündigt Mahler an.

„Es ist längst noch nicht alles in trockenen Tüchern“, stellt er klar. Ein Fragezeichen stehe noch hinter der Finanzierung. Auf jeden Fall seien Eigenleistungen gefordert.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sn592v6lp414q8pidf0
Rauchzeichen ziehen übers Land

Fotostrecke Uetze: Rauchzeichen ziehen übers Land