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Warten aufs Gemeindezentrum

Uetze Warten aufs Gemeindezentrum

Bei den Planungen für den Bau eines neuen Gemeindezentrums kommt der Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Uetze/Katensen nicht voran. Er wartet auf die Genehmigung der Landeskirche, das Küsterhaus und das Pfarrhaus II an der Schmiedestraße verkaufen zu dürfen.

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Das Küsterhaus ist 1866 nach Plänen des Hofbaumeisters Conrad Wilhelm Hase gebaut worden. Nun soll es verkauft werden.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Bei den Planungen für den Bau eines neuen Gemeindezentrums hängt der Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Uetze/Katensen in der Warteschleife. Denn die Genehmigung der Landeskirche, das Küsterhaus und das Pfarrhaus II an der Schmiedestraße verkaufen zu dürfen, steht noch aus - und somit auch das Geld für den Neubau.

Der Kirchenvorstand verfolge die Baupläne seit der Gemeindeversammlung Anfang März vorigen Jahres weiter, berichtet Pastorin Heidrun Kück-Witzig. Er habe vor Monaten bei der Landeskirche den Antrag gestellt, die beiden Gebäude veräußern zu dürfen. „Mit dem Antrag haben wir das Konzept eingeschickt, das in der Gemeindeversammlung Anfang März vorgestellt wurde“, sagt Kück-Witzig.

Dieses Konzept sieht vor, den Gemeindesaal an der Kirchstraße abzureißen und im Garten hinter dem Pfarrhaus I, das direkt neben der Johannes-der-Täufer-Kirche steht, ein neues Gemeindezentrum zu bauen. Die Kirchengemeinde muss 30 Prozent der Bausumme selbst aufbringen. „Das können wir nur schaffen, wenn wir den Gebäudeverkauf bewerkstelligen“, hatte damals Dirk Hessenmüller, Vorsitzender des Bauausschusses der Kirchengemeinde, gesagt.

Der Neubau sowie der Verkauf des Küsterhauses und des Pfarrhauses II haben das Ziel, die derzeit hohen Bewirtschaftungskosten zu senken. Wie Hessenmüller ausführte, sind die Instandhaltungskosten für die relativ alten Gebäude sehr hoch und würden in Zukunft noch steigen.

Mit der Genehmigung für den Gebäudeverkauf hatte der Kirchenvorstand laut Kück-Witzig im Herbst gerechnet. „Davon hängt alles ab“, betont die Pastorin. Daher habe man die Pläne noch nicht weiter konkretisieren können.

Das Küsterhaus

Kein Geringerer als der Hannoversche Hof- und Konsistorialbaumeister Conrad Wilhelm Hase hat das Küsterhaus an der Kirchstraße geplant. Nach dem großen Uetzer Brand von 1863 war Hase mit den Planungen für den Wiederaufbau der Johannes-der-Täufer-Kirche, des Pfarrhauses an der Kirchstraße und des Küsterhauses beauftragt worden. Nach Angaben der verstorbenen Heimatforscherin Gertrud Schumacher wurde das Küsterhaus 1866 gebaut. Fachleute erkennen Hases neogotischen Architekturstil zum Beispiel an den Bogenfenstern, die mit grün glasierten Steinen eingefasst sind. Die Autoren des Buches „Baudenkmale in Niedersachsen – Region Hannover, Teil 2“ heben den „kapellenartigen Raumtrakt“ auf der Rückseite des Gebäudes hervor. Dieser Raum, der eine Gewölbedecke hat, diente ursprünglich bis zum Bau der ehemaligen Stötzner-Schule 1906 als sogenanntes Schulzimmer. Der Küster war damals zugleich auch Lehrer. Später war das Küsterhaus jahrzehntelang Wohnhaus der Uetzer Diakone. Im Jahr 2000 ließ die Kirchengemeinde das Gebäude für rund 100.000 Mark umbauen und renovieren. Derzeit finden in dem Haus, in dem Diakonin Karin Lawrenz ein Büro hat, zum Beispiel die Treffen des Blauen Kreuzes und Sprachkurse für Flüchtlinge statt.

Das Pfarrhaus II

Im PfarrhausII an der Schmiedestraße sind einst Geldgeschäfte getätigt worden. Es beherbergte die 1907 gegründete Spar- und Darlehnskasse Uetze, eine der Vorgängerbanken der heutigen Hannoverschen Volksbank. 1913 hatte die Generalversammlung der Genossenschaftsbank beschlossen, ein Grundstück an der Schmiedestraße zu kaufen, um ein eigenes Gebäude zu bauen. Bis dahin hatte die Spar- und Darlehnskasse einen Raum im Haus eines Vorstandsmitglieds gemietet. Der repräsentative Neubau wurde bereits 1914 fertig. Die Spar- und Darlehnskasse nannte sich 1974 in Volksbank Uetze um. Ein Jahr später bezog das Kreditinstitut ihr heutiges Bankgebäude an der Nordmannstraße. Das Bankgebäude an der Schmiedestraße wurde Dienstsitz des Inhabers der 1972 geschaffenen zweiten Pastorenstelle. Im Erdgeschoss trafen sich viele Jahre die christlichen Pfadfinder. Seit einigen Jahren hat ein Krankenpflegedienst diese Räume gemietet.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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