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Modellfluggruppe fürchtet um Existenz

Uetze Modellfluggruppe fürchtet um Existenz

Die Modellfluggruppe (MFG) Uetze sieht sich von Plänen der hannoverschen Firma Windkraft regional in ihrer Existenz bedroht. Das Unternehmen hat bei der Region Hannover den Bau von acht 184 Meter hohen Windkraftanlagen in Sichtweise des Modellflugplatzes beantragt.

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Modellflieger starten auf dem Uetzer Modellflugplatz einen nachgebauten Jet.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Nach den Worten des MFG-Vorsitzenden Sebastian Brandes würde es das Aus für den Verein bedeuten, falls die Region die beantragten Windräder genehmigen sollte. Denn ein Teil der Windräder sei zu dicht am Modellflugplatz geplant.

"Die drehenden Rotorblätter der Windräder würden die Luft hinter den Anlagen so verwirbeln, dass sich die Modellflugzeuge im schlimmsten Fall nicht mehr steuern lassen und abstürzen", sagt Brandes. Das habe ein Gutachten bestätigt. "Das Jugendtraining findet immer in den Abendstunden statt. Würden die Windräder so gebaut wie geplant, müssten wir in Zukunft mit einem Schattenwurf auf unserem Flugplatz rechnen, der das Fliegen und das Konzentrieren während des Steuerns unmöglich macht", klagt Jugenwart Henri Sander

Nach Ansicht des Generalsekretärs des Deutschen Aeroclubs (DAeC), Udo Beran, wäre von einer Schließung des Uetzer Platzes, der nach dem Luftverkehrsgesetz als Sonderlandeplatz genehmigt ist, der Modellflug über Deutschlands Grenzen hinaus betroffen. Denn die MFG Uetze richtet Weltmeisterschaften und andere internationale Wettbewerbe aus. Daher fordert der DAeC wie die 110 Uetzer Modellflieger, dass der Abstand der Windräder zum Flugplatz mindestens 800 Meter betragen muss.

Laut Brandes hat sich die MFG bereits einen Rechtsanwalt genommen, um diese Forderung durchzusetzen. Falls man sich nicht außergerichtlich einige, werde der Verein gegen die Genehmigung der Windräder klagen.

Von der Gemeinde Uetze fühlt sich Brandes allein gelassen. Den Vorwurf weist Rathaussprecher Andreas Fitz zurück. Die Gemeindeverwaltung habe in ihrer Stellungnahme zum Genehmigungsverfahren darauf hingewiesen, dass fünf der acht Windradstandorte außerhalb des Vorranggebiets für Windkraftanlagen liegen, das im künftigen Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) dargestellt ist. Die Gemeinde Uetze werde ihren Flächennutzungsplan an das neue RROP anpassen. "Das würde bedeuten, das alle Anlagen außerhalb des Vorranggebiets ausgeschlossen sind", sagt Fitz. Außerdem habe sich die Gemeinde für einen Mindestabstand der Windräder von 800 Metern zum Flugplatz ausgesprochen. 

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