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Erbbauvertrag für Freibad ist unterschrieben

Uetze Erbbauvertrag für Freibad ist unterschrieben

Die Uetzer Freibadgenossenschaft ist beim Umbau des Schwimmbads in ein Freibad mit biologischer Wasseraufbereitung einen großen Schritt weiter. Um das Vorhaben umsetzen zu können, hat sie mit den Gemeindebetrieben Uetze, der Eigentümerin des Bads, einen Erbbaurechtsvertrag abgeschlossen.

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Die Vorstandsmitglieder der Badgenossenschaft, Michael Kropp (links) und Diethart Smolenga (rechts), sowie Andreas Fitz, Geschäftsführer der Gemeindebetriebe, zeigen einen Plan vom Freibadgelände, für das ein Erbbaurechtsvertrag abgeschlossen wurde.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 30 Jahren. Das Erbbaurecht ist nach den Worten des Genossenschaftsvorstandsmitglieds Michael Kropp "ein Meilenstein" auf dem Weg zum Umbau. Es ermöglicht den Betreibern, für das Bauvorhaben einen Kredit aufzunehmen. "Man bekommt kein Geld, wenn man nicht eine Grundschuld ins Grundbuch eintragen kann", erläutert der Geschäftsführer der Gemeindebetriebe, Andreas Fitz.

Laut Kropp beträgt die Investitionssumme 1,5 Millionen Euro. Ein Drittel der Kosten könne die Genossenschaft mit den gebildeten Rücklagen abdecken. Der Vorstand hofft auf einen Zuschuss aus dem Leader-Förderprogramm der Europäischen Union. "Einen kleinen Teil der Kosten wollen wir über Eigenleistungen finanzieren", kündigt Kropp an. Die ließen sich noch nicht beziffern, weil man mit dem Planungsbüro Eko-Plant noch absprechen müsse, was Mitglieder leisten könnten. Für den restlichen Betrag müsse die Genossenschaft einen Kredit aufnehmen. Die Volksbank habe schon die Erbbaurechtsunterlagen gekommen, berichtet Kropp.

Der Umbau steht unter der Überschrift "Schilf statt Chlor", weil künftig das Wasser ohne den Einsatz von Chlor von einem Bodenfilter biologisch aufbereitet werden soll. Geplant ist außerdem, das Nichtschwimmerbecken aufzugeben und das Schwimmerbassin in ein kombiniertes Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken umzubauen. Im Nichtschwimmerbecken soll ein neues Planschbecken mit sandigem Strand entstehen.

Die nächste Badesaison soll am 20. August enden. "Am 21. August 2017 wollen wir mit dem Umbau anfangen", kündigt Kropp an. Spätestens zum Beginn der Sommerferien 2018 soll das Bad wieder eröffnet werden.

Für den geplanten Umbau gibt es im wesentlichen zwei Gründe. Die Energiekosten sind wegen der alten Pumpen und der verhältnismäßig großen Wasserflächen im Uetzer Fraibad sehr groß. Zudem entspricht das Nichtschwimmerbecken nicht mehr dem Stand der Technik. "Der Betrieb des Nichtschwimmerbeckens wird nur noch geduldet", sagt Diethart Smolenga aus dem Genossenschaftsvorstand.

Vom Umbau in ein Biobad verspricht sich der Vorstand steigende Besucherzahlen, weil es in der Umgebung kein weiteres Freibad in vergleichbarer Größe mit einer biologischen Wasseraufbereitung gibt. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal soll der Standbereich am Planschbecken sein.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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