Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Noch kein Geld für Dollberger Dorftreff

Uetze Noch kein Geld für Dollberger Dorftreff

Die Gemeinde Uetze hält daran fest, im Dollberger Sportheim einen Dorftreff einzurichten. Falls etwas aus diesen Plänen wird, dann aber erst im nächsten Jahr. Die Gemeindeverwaltung wartet immer noch auf die Bewilligung der Zuschüsse aus dem Bundesprogramm für ländliche Entwicklung.

Voriger Artikel
Die Liegewiese wird zur Showbühne
Nächster Artikel
Wie kommt der Leuchtturm auf Bild?

Für das Sportheim des TSV Dollbergen ist eine Doppelnutzung geplant. Tagsüber soll es zu einem Dorftreff werden. Abends soll es Treffpunkt der TSV-Mitglieder bleiben.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Dollbergen. Die Verwaltung hatte beim Bundeslandwirtschaftsministerium für das Vorhaben für drei Jahre jeweils 25.000 Euro beantragt. Im April erhielt sie die Mitteilung, dass das Projekt in der ersten Bewilligungsrunde keine Berücksichtigung gefunden hatte.

Grundsätzlich sei aber das Konzept für gut befunden worden, berichtet die Erste Gemeinderätin Ursula Tesch. "Wir sind gefragt worden, ob die Gemeinde den Antrag aufrecht hält", sagt sie. Das habe die Verwaltung bestätigt. Nach Teschs Informationen wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2016 eine Entscheidung über die Förderung fallen. Deshalb sei es unwahrscheinlich, dass die Gemeinde den Dorftreff noch in diesem Jahr eröffnen kann.

Geplant ist eine Doppelnutzung des Sportheims. An fünf Tagen in der Woche soll das Erdgeschoss tagsüber zum Dorftreff werden. Ein Sozialpädagoge soll die Angebote der Einrichtung - unter anderem auch zur Flüchtlingsbetreuung - koordinieren. Abends und an den Wochenenden sollen sich im Sportheim natürlich auch weiterhin Mitglieder des TSV treffen.

Um das Klubheim schon jetzt für die Flüchtlingsbetreuung nutzen zu können, haben die Gemeinde, der TSV und der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Der ASB betreibt im Auftrag der Gemeinde die Sammelunterkunft für Flüchtlinge in Dollbergen.

"Die Zuammenarbeit klappt nach ein paar Anlaufschwierigkeiten ganz gut", stellt der TSV-Vorsitzende Jürgen Buchholz fest. "Die Kooperation hat sich gefestigt", bestätigt Tesch. Flüchtlinge hätten im Frühjahr beim Herrichten des Beachvolleyballfelds auf dem Sportgelände geholfen, berichtet Buchholz. Einige spielten beim TSV Fußball. "Für einen, der schon in Afghanistan gespielt hat, haben wir einen Spielerpass beantragt", sagt der Vereinschef. Zwei oder drei andere Asylbewerber kämen immer freitags zur Hobbytruppe.

"Die Flüchtlinge nutzen auch den Fitnessraum. Sie werden dann in der Regel von Mitarbeitern des ASB begleitet", berichtet Tesch. Im Gast- und im Klubraum erhalten die Flüchtlinge laut Buchholz Deutschunterricht. Bisher haben sich ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuer mit den Asylbewerbern donnerstagnachmittags im Sportheim zu einem Spielnachmittag getroffen. Weil inzwischen die meisten Flüchtlinge an Schulungen des Jobcenters oder anderer Institutionen teilnähmen, hätten sie dafür kaum noch Zeit, weiß Ortsbürgermeisterin Tove Knebusch zu berichten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

doc6sn592v6lp414q8pidf0
Rauchzeichen ziehen übers Land

Fotostrecke Uetze: Rauchzeichen ziehen übers Land