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Widerstand regt sich gegen Gossen-Reinigung

Uetze Widerstand regt sich gegen Gossen-Reinigung

Die Uetzer Verwaltung will ab dem 1. Januar 2017 in allen Ortschaften der Gemeinde die Gossen von einem Unternehmen maschinell reinigen lassen. Die Grundstückseigentümer sollen bezahlen. Dagegen regt sich Widerstand.

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Derzeit kehren viele Einwohner der Gemeinde selbst ihre Gosse vor der Haustür.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Bisher kehrt nur in Hänigsen eine Firma im Auftrag der Gemeinde die Gossen. In allen anderen Ortschaften müssen die Grundstückseigentümer derzeit noch selbst zum Besen greifen oder ein Unternehmen beauftragen.

Ein Punkt des mehrheitlich vom Rat beschlossenen Haushaltssicherungskonzepts zum Etat 2015 ist die Einführung einer flächendeckenden maschinellen Gossenreinigung. Laut Ratsbeschluss sollen in die Gebührenkalkulation für die Straßenreinigung die Kosten für den Winterdienst auf den Fahrbahnen und für die Leerung der Papierkörbe an und auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen einbezogen werden. Bisher hat die Gemeinde die dafür anfallenden Ausgaben aus dem allgemeinen Steueraufkommen beglichen.

Weil nicht alle Straßen Gossen haben und viele Fahrbahnen nur bei extremer Witterung von Eis und Schnee geräumt werden, will die Gemeinde die Straßen in vier Klassen einteilen - in Straßen mit Gossen und regelmäßigem Winterdienst, in Straßen mit Gossen und nur gelegentlichem Winterdienst, in Straßen ohne Gosse und mit regelmäßigem Winterdienst sowie in Straßen ohne Gosse und mit gelegentlichem Winterdienst. Nach einer bisher nur groben Kalkulation reicht die Spanne für die jährliche Gebühr pro Meter Straßenfront von 25 Cent bis 1,49 Euro.

Trotz der geplanten maschinellen Gossenreinigung müssen die Anlieger weiter auf den Gehwegen Wildkraut, Eis und Schnee und außerdem Verunreinigungen auf der Fahrbahn und dem Fußweg entfernen. Genau das hat der Schwüblingser Ortsrat kritisiert, der „keinen Bedarf“ für eine neue Straßenreinigungssatzung sieht. „Die wirklich anstrengenden Lasten wie die Laubbeseitigung und große Teile des Winterdienstes sollen weiterhin von den Anliegern geleistet werden“, sagt Schwüblingsens Ortsbürgermeister Eike Dralle.

Über das Thema hat auch schon der Eltzer Ortsrat diskutiert, aber noch kein Votum abgegeben. Ortsbürgermeister Hans-Hermann Brockmann geht davon aus, dass auch sein Ortsrat eine Änderung ablehnt. Nach seiner Einschätzung soll mit einem Teil der Einnahmen das Haushaltsloch etwas gestopft werden. Von der Papierkorbleerung profitierten alle. „Deshalb kann man die Kosten nicht allein den Grundstückseigentümern aufbürden“, sagt Brockmann.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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