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Jäger fordern Tempolimit

Uetze Jäger fordern Tempolimit

"In der Katenser Horst haben sie in diesem Jahr schon acht Rehe und zwei Wildschweine totgefahren", klagt Egbert Kobbe, Pächter des Katenser Jagdreviers. Er fordert daher in dem Bereich auf der Landesstraße 387 eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 Stundenkilometer.

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Rund 200 Meter vor der Katenser Horst (im Hintergrund) steht an der Landesstraße 387 ein Schild, mit dem Tempo 70 aufgehoben wird. Daneben ist eine große Tafel aufgestellt worden, die vor Wildunfällen warnt.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Katensen. Auf dem rund 800 Meter langen Straßenabschnitt zwischen Dollbergen und Uetze habe es schon immer viele Wildunfälle gegeben, sagt Carsten Bertram, der bei der Polizeiinspektion Burgdorf für Verkehrssicherheit zuständig ist. Die verhältnismäßig hohe Zahl an Wildunfällen in Höhe der Katenser Horst führt Jagdpächter Kobbe darauf zurück, dass dort viele Autofahrer zu schnell unterwegs seien. "Sie gefährden auch sich selbst", sagt Kobbe.

Für Autofahrer, die auf der L387 in Richtung Uetze fahren, wird wenige Meter hinter dem Abzweig zur Dollberger Raffinerie die bis dahin geltende Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 70 aufgehoben. Daneben steht eine große Tafel "Wild gewechselt", die auf die Unfallgefahr aufmerksam machen soll. Für Kobbe ist das ein Widerspruch. Vergeblich hat er der Straßenmeisterei und der Gemeindeverwaltung vorgeschlagen, den Tempo-70-Bereich bis zum Abzweig nach Katensen zu verlängern, wo bereits jetzt eine Höchstgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometern gilt.

"Die Polizei hat das abgelehnt", sagt Andreas Fitz, Sprecher der Gemeindeverwaltung. "Die Einmündungen sind der Grund für die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der L 387", betont Bertram. Auf freier Strecke sei nach der Straßenverkehrsordnung grundsätzlich Tempo 100 erlaubt. Davon könne abgewichen werden, wenn sich geschwindigkeitsbedingte Unfälle auf einem Streckenabschnitt häuften. Bei Wildunfällen sei es schwierig, hohe Geschwindigkeit als Ursache nachzuweisen. "Auch bei 60 Stundenkilometern kann man mit einem Reh zusammenstoßen", gibt Bertram zu bedenken.

Für Fitz ist die Warntafel "Wild gewechselt" kein Widerspruch zur Aufhebung von Tempo 70. Die Tafel weise darauf hin, dass dort Autofahrer vorsichtig fahren sollen.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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