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Wilhelm Möhle bewahrt heimatgeschichtlichen Schatz

Eltze Wilhelm Möhle bewahrt heimatgeschichtlichen Schatz

Wilhelm Möhle, der Ehrenvorsitzende des Heimatvereins in seinem Dorf, scannt zurzeit 250 alte Dias mit Eltze-Ansichten ein und bewahrt so einen heimatgeschichtlichen Schatz.

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Wilhelm Möhle schaut sich am Bildschirm alte Dias an, die er gescannt hat.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Möhle will seinen Schatz dem Heimatverein zugänglich machen. Er hat damit begonnen, die Lichtbilder zu scannen. „Die Kopien bekommt der Heimatverein“, kündigt der Ehrenvorsitzende an.

Die Dias stammen aus dem Nachlass des früheren Eltzer Hauptlehrers Georg Köstermann. Fast alle Aufnahmen hat Köstermann selbst gemacht. „Ich schätze, die meisten Bilder sind aus der Zeit von 1939 bis etwa 1980“, sagt Möhle. Einige Aufnahmen sind sogar noch älter. Der Eltzer vermutet, dass Köstermann alte Fotos abfotografiert hat. So zeigt ein Bild den Dorfschäfer Kötz. „Es muss kurz vor seinem Tod 1904 aufgenommen worden sein“, erläutert Möhle.

Zur Sammlung gehören auch einige Luftbilder, die Köstermanns Sohn Wilhelm zu Beginn des Zweiten Weltkriegs gemacht hat. Auf ihnen ist zu erkennen, dass einst große Kastanien die Hauptstraße, heute Peiner Straße, gesäumt haben.

Auf Luftaufnahmen ist auch der frühere Schulhof in der Nähe der Kirche zu sehen. „In Eltze gab es zwei Schulgebäude - die große und die kleine Schule“, erzählt Möhle. Die große Schule war an der Kirche, die kleine an der Bornstraße. Auf dem einstigen Schulhof der großen Schule steht heute das Haus der Kirche.

Mehrere Dias vom früheren Dorfteich hat Möhle bereits gescannt. Auf einem sind spielende Kinder am Ufer abgebildet. „Wer die Kinder sind, möchte ich gern wissen“, sagt der Eltzer. Der Dorfteich ist zugeschüttet worden und heute die Grünanlage Oler Diek.

Geschichte ist auch die Bahnhofswirtschaft Höper an der Ortseinfahrt aus Richtung Wehnsen. Eine Aufnahme des Ortseingangs, die Anfang der Fünfzigerjahre entstanden ist, verdeutlicht, dass Eltze gewachsen ist. Damals war auf der gegenüberliegenden Straße noch freies Feld.

Köstermann hat auch Dorfbewohner bei der Arbeit fotografiert. Ein Foto verdeutlicht zum Beispiel, dass die Rübenernte eine ziemliche Plackerei war. Darauf sind zwei Männer zu sehen, die mit der Hand die Rüben auf einen Ackerwagen laden, vor den zwei Pferde gespannt waren. „Die Rüben wurden zum Bahnhof gefahren“, weiß Möhle.

Friedrich-Wilhelm Schiller

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