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Wilhelm Schmolke erhält Ehrennadel des Landes

Dedenhausen Wilhelm Schmolke erhält Ehrennadel des Landes

Wilhelm Schmolke engagiert sich wie kaum ein Zweiter für sein Dorf. Das weiß auch Ministerpräsident Stephan Weil zu würdigen. Er hat den 71-Jährigen mit der Ehrennadel des Landes für Ehrenamtliche ausgezeichnet.

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Wilhelm Schmolke nimmt sich genügend Zeit für seine Haflinger Max und Carina.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. „Seit 25 Jahren bin ich in Dedenhausen erster Vorsitzender des Sozialverbands“, sagt Schmolke. Außerdem arbeitet er als Beisitzer seit sechs Jahren im SoVD-Kreisvorstand mit. Die wichtigste Aufgabe des Ortsverbandschefs ist aus seiner Sicht, die Informationen des Landes- und des Bundesverbands an die Mitglieder weiterzugeben.

Schmolke, der bei Veranstaltungen im Dorf gern als Büttenredner auftritt und Sketche aufführt, sorgt auch dafür, dass die Geselligkeit im Ortsverband nicht zu kurz kommt: Er arbeitet Ausflüge mit dem Bus, Kutschfahrten und Radtouren aus. „Ich kann mir auf die Fahnen schreiben, dass die Mitgliederzahl während meiner Amtszeit von 64 auf die stolze Zahl von 205 gestiegen ist“, berichtet Schmolke.

1973 ist er in die Feuerwehr eingetreten. Er war viele Jahre stellvertretender Ortsbrandmeister und Ausbilder der Gemeindefeuerwehr. „Heute bin ich Gruppenführer der Alterskameraden“, sagt der 71-Jährige. Mit der Gruppe pflegt er das Gelände rund um die alte Schule und das Gerätehaus. In Uetzes ungarischer Partnergemeinde Balatongyörök ist der Dedenhausener sogar Ehrenfeuerwehrmann. Den Titel hat er verliehen bekommen, weil er die Kontakte zwischen den Feuerwehren in Dedenhausen und Balatongyörök pflegt.

Mit Freunden restauriert er die hölzernen Wegweiser, die im Dorf stehen, und hält die örtlichen Wanderwege sauber. Er organisiert die alljährliche Müllsammelaktion rund um das Bahnhofsgelände mit. Außerdem zählt Schmolke zu den Gründern des kleinen Marktes vor der Molkerei, der sich in zehn Jahren prächtig entwickelt hat.

„Seit 15 Jahren gehe ich mit den Sternsingern in die Häuser. Wir besuchen immer fast 30 Familien“, erzählt der vierfache Großvater, dessen Eltern mit ihm 1946 aus Oberschlesien nach Dedenhausen geflohen waren.

Dass seit 2008 in Dedenhausen wieder Weißstörche brüten, ist ebenfalls Schmolkes Verdienst. Die gesamte Unterkonstruktion des Storchennestes, das 2004 auf seiner Pferdekoppel aufgestellt wurde, hat er gezimmert.

Trotz aller ehrenamtlichen Arbeit nimmt er sich genügend Zeit für seine Haflinger Max und Carina. „Es gibt nichts Schöneres, als im Morgennebel auszureiten oder bei goldenem Herbstwetter mit der Kutsche spazieren zu fahren“, schwärmt der Pferde- und Naturfreund, der in seinem Heimatort nach eigenen Angaben mindestens 100 Bäume gepflanzt hat.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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