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Zander schützt die Natur seit 30 Jahren

Hänigsen Zander schützt die Natur seit 30 Jahren

Der Hänigser Erhard Zander ist seit 30 Jahren mit Leib und Seele Naturschutzbeauftragter für die Gemeinde Uetze. Die Regionsversammlung hat ihn für fünf weitere Jahre im Amt bestätigt. Am Freitag überreicht ihm Umweltdezernent Axel Priebs die Ernennungsurkunde für die neue Amtszeit.

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Erhard Zander schaut sich ein Laichgewässer für Amphibien an.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. „Ich habe immer Ziele, etwas zu erreichen“, sagt der 73 Jahre alte frühere Verwaltungsangestellte. So plant er, im nächsten Jahr Winterquartiere für Fledermäuse in der Kieskuhle bei Wackerwinkel anzulegen. Außerdem will er 2016 mehrere Teiche entschlammen, damit dort Amphibien wieder bessere Bedingungen zum Laichen vorfinden. Für beide Vorhaben will er Geld aus dem Biodiversitätsprogramm der Region Hannover beantragen.

Auf Zanders Initiative hin sind mehr als 30 Laichgewässer angelegt worden. Er hat sie geplant und dann die Erdarbeiten überwacht.

Als Naturschutzbeauftragter sieht sich der Hänigser als „Mittler zwischen Behörde und Bürgern“. Wenn er frühzeitig von Plänen von Privatleuten erfährt, die im Widerspruch zu Naturschutzbestimmungen stehen, versucht er, die Dinge im Vorfeld zu klären. In Gesprächen mache er deutlich, welche Konsequenzen Zuwiderhandlungen haben, berichtet Zander. Die meisten Menschen seien einsichtig. Nur selten müsse er Verstöße anzeigen.

Zu den Aufgaben des Naturschutzbeauftragten gehört auch, Stellungnahmen zu Neuplanungen von Baugebieten, zu Bauvorhaben im Außenbereich und zur Ausweisung von Landschaftsschutzgebieten abzugeben. Eine Argumentationshilfe ist dabei oft die Amphibienkartierung, die er 1990/91 von mehr als 100 Gewässern in der Gemeinde angefertigt und 2007 bis 2009 aktualisiert hat.

„Die tollsten Erlebnisse sind für mich, wenn ich im Frühjahr an die Kieskuhlen und Gewässer gehe und den Laichgesang der Amphibien höre“, sagt Zander. Um andere Menschen für die Natur zu begeistern, hält er beim Naturschutzbund, dessen Mitglied er seit 1979 ist, und anderen Vereinen Vorträge über Schleiereulen, Weißstörche, Fließgewässer in der Gemeinde und andere Themen. Zu seinen Ausführungen zeigt er zum Beispiel Bilder, die ihn und Helfer beim Aufhängen von Eulennistkästen, beim Ausbessern von Storchennestern und beim Aufstellen von Krötenschutzzäunen zeigen.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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