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Zugezogener engagiert sich für Gemeinschaft

Hänigsen Zugezogener engagiert sich für Gemeinschaft

Friedhelm Müller wohnt zwar erst seit Weihnachten 2002 in Hänigsen. Doch in die Dorfgemeinschaft bringt sich der 72-Jährige mehr als viele Alteingesessene ein.

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Friedhelm Müller blättert im Archiv des Heimatbundes in einem Heimatkalender von 1994.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Kurz nachdem Müller und seine Frau Rosemarie in ihr neues Haus eingezogen waren, traten sie 2003 in den Heimatbund ein, „um schneller Kontakt zu anderen Einwohnern zu finden“. „Man kann sich nur integrieren, wenn man auf die Leute zugeht“, sagt der gelernte Molkereifachmann, der viele Jahre seines Berufslebens bei einer Krankenkasse gearbeitet hat.

Ein Grund für den Eintritt in den Heimatbund war auch, dass Müller von der damaligen stellvertretenden Vorsitzenden Ingrid Mohrmann erfahren hatte, dass er in dem Verein gleich aktiv mitarbeiten könne. So half er zunächst dabei, die Bücher zu katalogisieren, die der Heimatbund im Keller des früheren Hänigser Rathauses eingelagert hat.

2007 schloss sich Müller der Mittwochgruppe des Vereins an. Diese Gruppe hält ehrenamtlich das Haus am Pappaul samt Grundstück in Schuss. Die Helfer sammeln vor dem Gebäude Müll ein, harken im Herbst Laub und erledigen kleine Reparaturen. Über diese Arbeiten führt Müller genau Buch. Am Jahresende schickt er einen Jahresbericht an Ortsbürgermeister Norbert Vanin und Ortsbürgermeister Werner Backeberg.

Inzwischen ist er auch Archivar des Heimatbunds. Seine Hauptaufgabe sei, die Bücher zu sortieren, die der Verein aus dem Nachlass Verstorbener erhalte, sagt der Rentner.

Da sich Müller längst als Hänigser fühlt, war es für ihn selbstverständlich, einen Geschäftsanteil an der Freibadgenossenschaft zu erwerben. „Zum Schwimmen gehe ich nicht“, verrät der 72-Jährige. Trotzdem trifft man ihn im Freibad an, wenn Genossenschaft und Förderverein zu Arbeitseinsätzen aufrufen. „Ich will etwas für die Allgemeinheit tun“, erläutert Müller. Zudem seien die Arbeiten im Freibad eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, fügt der Rentner hinzu, der sein Hobby Gartenarbeit mit seiner Frau teilt.

Nach eigenen Worten kann Müller „manchmal schlecht nein sagen“. So ließ er sich überreden, den Gemeindebrief der Kirchengemeinde Hänigsen-Obershagen in einem Teil des Baugebiets Böschansweg zu verteilen.

Ehrenamtlich war Müller auch schon in seinem früheren Wohnort Heeßel tätig. Für den Heeßeler SV, dem er noch heute angehört, war er fast 30 Jahre lang als Fußballschiedsrichter aktiv.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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