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Zustand der Fuhse bleibt kritisch

Uetze Zustand der Fuhse bleibt kritisch

Die Fuhse weist weiterhin eine erhöhte Belastung mit Pflanzenschutzmitteln auf. Eine akute Gefahr besteht jedoch nicht. Zu diesem Ergebnis kommt der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).

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Das Idyll trügt: Die Fuhse ist mit Pflanzenschutzmitteln belastet.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. 2013 hatte der Landesbetrieb die Fuhse in einem Bericht als „in weiten Teilen verödet“ beschrieben. Damals bestand der Verdacht, dass die chemische Substanz Ethofumesat, die zur Unkrautbekämpfung im Rübenanbau eingesetzt wird, Ursache für die Verödung war. Nachdem Ethofumesat zunächst 2010 bei Routineuntersuchungen an den Messstellen Peine und Wathlingen aufgefallen war, untersuchte die Landesbehörde 2011 den gesamten Flusslauf auf den Wirkstoff.

Das Ergebnis: An allen Messstellen wurden im Vergleich zu anderen Flüssen erhöhte Werte - bis 18,8 Mikrogramm pro Liter - festgestellt. Besonders hoch war die Belastung bei Dedenhausen.

2014 unternahm der Landesbetrieb Nachuntersuchungen. Weitere Tests laufen noch. „Die 2014 ermittelten Ethofumesat-Gehalte sind gegenüber 2011 durchweg um den Faktor zehn geringer“, berichtet Mitarbeiter Dieter Steffen. Das sei zwar positiv, aber nicht zufriedenstellend. Nach Auskunft Herma Heykens, Sprecherin des NLWKN, hat sich zudem der Verdacht, das Ethofumesat sei die alleinige Ursache für die Verödung, nicht bestätigt. „Mittlerweile haben sich auch andere Pflanzenschutzmittelwirkstoffe als auffällig erwiesen“, sagt Heyken. Wahrscheinlich spielten noch weitere Faktoren eine Rolle.

Um die Ursachen für die Schadstoffbelastung zu finden und die Wasserqualität der Fuhse zu verbessern, arbeitet der Landesbetrieb nicht nur mit der Landwirtschaftskammer zusammen, sondern strebt eine Zusammenarbeit aller Wasserbehörden an: „Es soll ein umfangreiches Monitoring-Messprogramm erarbeitet werden, das auch Punktquellen wie Kläranlagen einbezieht, um die Quellen der Schadstoffeinträge zu identifizieren und abschalten zu können.“

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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