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1200 Zuschauer haben Spaß bei Traktorpulling

Elze 1200 Zuschauer haben Spaß bei Traktorpulling

Brüllende Dieselmotoren, dunkle Rußfahnen, in der Erde mahlende Räder und gute Stimmung rundherum: Mit rund 1200 Zuschauern und 80 Teilnehmern verbuchen die Elzer Organisatoren das achte Traktorpulling vom Wochenende als Erfolg.

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Spaßmannschaften ziehen einen Trecker über 30 Meter.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Aufgabe der Treckerfahrer bei diesem Spaßwettbewerb war es, einen Bremswagen über 100 Meter zu ziehen. Mit jedem Meter Strecke wurde allerdings ein Betongewicht auf dem Bremswagen weiter nach vorn verlagert, sodass sich die Gleitfläche vorn zunehmend in die Erde grub.

Auch die Zuschauer konnten an einem etwas anderen Treckerpulling teilnehmen. Wenn sich jeweils zehn zusammenfanden, konnten sie gegen die Uhr einen rund 5,5 Tonnen wiegenden Trecker an einem Seil über 30 Meter ziehen.

Beim Pulling ist schiere Kraft nicht alles

Es drohte nach der Wetterprognose eine Matschsause zu werden, es wurde ein Spaß bei besten Voraussetzungen. Der Boden nur leicht feucht und richtig griffig, das Feld an der Hohenheider Straße in Elze folglich auch für die Zuschauer weder zu matschig noch zu staubig, dazu T-Shirt-Temperaturen. So ließ es sich gut auch länger aushalten beim achten Traktorpulling, das eine private Gruppe von Elzer Treckerfans am Wochenende auf die Beine stellte. 80 Fahrer hatten sich angemeldet, und rund 1200 Zuschauer, so zählten die Organisatoren, wollten sich diese Gaudi nicht entgehen lassen. Am Start waren die unterschiedlichsten Gefährte in sechs Klassen vom leichtgewichtigen 1,8-Tonner bis zum 8,5-Tonnen-Boliden, vom historischen Schätzchen bis zum Hightechgerät, vom aufgemotzten Wettkampfspezialisten bis zum Alltagsfeldarbeiter, von 18 bis 220 PS.

Mit rund 1200 Zuschauern und 80 Teilnehmern dürfen die Elzer Organisatoren das achte Traktorpulling als Erfolg verbuchen.

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Dass schiere Kraft nicht immer auch Sieg bedeutet, wurde bei vielen Durchgängen deutlich. Mancher lautstark lärmende Aspirant musste schon nach wenigen Metern die Kolben strecken und blieb in der Erde stecken, andere zogen auch mit wenig PS locker 100 Meter durch – full pull.

Dass es dennoch Tricks gibt, erfuhren und beobachteten die Gäste am Rande: So suchte mancher Pilot in wildem Lenkraddrehen sein Heil, um durch die resultierende Schlangenlinie aufstauende Erde vor dem Bremswagen loszuwerden, andere wollten durch Gangwechsel Kraft und Drehmoment optimieren. Auch Reifenbreite und Profiltiefe sollen eine Rolle spielen – je weniger Erde das Profil hochwühlt, umso weniger staue sich am Bremsschild, fachsimpelten die Experten. Andere fuhren mit nur einem halben Bar Druck auf den Reifen, die unter der Last heftig walkten. Und so mischte sich der Geruch von Dieselruß und Gegrilltem gelegentlich mit dem von heißem Gummi.

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