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Holzboden bebt in der Zeltdisco

Wedemark Holzboden bebt in der Zeltdisco

Sie ist kultig, sie ist ulkig, sie ist legendär. Und sie gehört 20 Jahre zu Brelingen: Die Schlager-Party. 2300 Besucher aus der ganzen Region tanzen, singen, kreischen, reißen die Arme hoch und der Boden bebt im Zelt. Der Scheffer Club organisiert die beliebte Disco - und wieder mit Erfolg.

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Stimmung, Stimmung und Tanz: Der Holzboden im Discozelt bebt.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Brelingen. Die Schlager-Party des Scheffer Club im Festzelt auf dem Schützenplatz wirkte auch an diesem Wochenende wieder wie ein Magnet. Weit mehr als 2000 Besucher wurden nach Angaben der Veranstalter gezählt.

Sie grölten "Warum hast du nicht nein gesagt", oder waren Textsicher bei "Die, die immer lacht", trafen sich "in der kleinen Kneipe in unserer Straße" oder beim "griechischen Wein" mit Udo Jürgens. Wenn DJ Nico die vorwiegend deutschen Schlagertitel anstimmte, dann schallte ihm häufig ein vielstimmiger Chor aus dem riesigen Festzelt entgegen. Nico spielte die Wunschtitel der Besucher. Und das seit zwei Jahren. Vorher legte Karsten Brandt, Pressesprecher des Schefferclubs die Scheiben auf. Während Brandt in den Anfangsjahren der Party etliche Plattenkoffer mit ins Festzelt schleppte, genügt in diesen Zeiten ein leistungsfähiger Computer, von dem der DJ aus etlichen Tausend Titeln auswählen kann.

Besucherin Ulrike Dembeck ist seit 15 Jahren dabei. Die 59-Jährige schätzt die Party, weil sie trotz der vielen Leute doch einen familiären Charakter hat. "Zudem ist die Veranstaltung Generationsübergreifend", sagte die Godshornerin am Sonnabend. Für Gast Nils Ernst war es die erste Schlagerparty, an der er teilnahm. Er lobte die tolle Stimmung und freute sich auf das Tanzen. Für Daniela Wedegärtner ist die Zeltdisco schon seit Langem Kult. Die heute 31-Jährige feierte bereits mit 18 das erste Mal mit. "Die Disco ist einmalig und ich treffe hier immer Leute, die ich längere Zeit nicht gessehen habe", erzählte die junge Breligerin. Für sie sei es ein Muss dabei zu sein, schließlich habe sie auch Heimvorteil.

Aus Ronnenberg angefahren kam Dennis Breithoff mit Matthes Gieseke. "Wir kommen immer gern, weil man ausgelassen feiern kann und die Atmosphäre stimmt", lobte der 25-Jährige. Die Gäste kommen laut Karsten Brandt sogar aus ganz Norddeutschland. Denn, wer in der Wedemark groß geworden ist, wohnt heute vielleicht in Hamburg, Kiel oder Osnabrück. "Und kehrt immer wieder zur Riesenparty zurück", sagte der Mitorganisator.

Brand zeigte sich mit dem Verlauf der Riesenparty zufrieden. Er verwies auf strenge Einlasskontrollen durch einen beauftragten Sicherheitsdienst, um auch die Vorgaben des Jugendschutzes zu erfüllen. "Das Eintrittsalter ist auf 18 angehoben worden", sagte Brandt. Der Scheffer Club wolle keinen Ärger haben. Er wies darauf hin, dass das Durchschnittsalter der Zielgruppe im Laufe der letzen zwei Dekaden ebenfalls mitgewachsen sei.

Insgesamt 60 Helfer packten bei der Veranstaltung mit an. Laut Brandt hilft die Jugendfeuerwehr beim Einweisen auf dem Parkplatz mit. Und die Landwirte mähen ihre Wiesen. "Auf dem Dorf hilft jeder jeden", sagte Brand. Der Aufwand für die eine Disconacht sei groß, aber lohne sich immer wieder, erklärte Brandt. Und der nächste Termin steht auch schon fest: 21. April 2018.

So hatte auch die Polizei, die stets mit mehreren Beamten in der Nähe des Veranstaltungszeltes vertreten ist, wenig auszusetzen. "Die Schlagerparty verlief aus polizeilicher Sicht relativ unspektakulär", sagte ein Polizeisprecher.

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Von Katerina jarolim-vormeier

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