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Brücken bauen mit Picknick und Open-air-Kino

Wedemark Brücken bauen mit Picknick und Open-air-Kino

Syrische Muklamma, italienische Pizza und deutscher Gemüseauflauf: 350 Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen trafen sich am Wochenende in Mellendorf beim Fest der Kulturen zum Picknick und gegenseitigen Kennenlernen.

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Stolz zeigt Zohre Rjaji ihr belegtes Fladenbrot.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Mellendorf. Martin Schröder vom Interkulturellen Treff in Mellendorf und Ernst Pobloth bringen Ahmed und Mohammed Manssour bei ihren sonstigen Begegnungen Deutsch bei. Nun saßen die vier Männer an einem Tisch und picknickten gemeinsam. Vater und Sohn aus Syrien bereiteten ein Schafskäse-Dipp (Muklamma) vor. Schröder brachte eine Pizza mit und Pobloth frittiertes Gemüse. Jeder brachte eine kleine Speise mit und kühle Getränke. Ausgetauscht wurde sich über landestypische Rezepte, über Politik und Kultur - und das auch mit Händen und Füßen.

Auch Anneliese Auling-Reuter kannte ihre Gegenüber, weil sie einer Familie aus Gailhof Sprachtraining erteilt. Sie tischte drei verschiedene Gemüseaufläufe auf. Nebenan saß Familie Bagdali. Moattaz Bagdali vergnügte sich mit seiner Kusine und ihren sieben Kindern beim Picknick. "Ich finde das hier großartig", sagte der 53-Jährige. "Das Fest könnte es auch drei Mal im Jahr geben." Stolz zeigte auch Zohre Rjaji ihr belegtes Fladenbrot.

Unter dem Motto "Jeder bringt was mit zum Picknick und Open-air-Kino" stellten die Gemeinde Wedemark, der Runde Tisch Flüchtlinge, der Verein Miteinander.Wedemark und der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) zum zweiten Mal ein Fest der Kulturen auf die Beine. "Die Resonanz ist überwältigend", sagte Eike Erdmann, Leiter der Stabstelle Migration bei der Gemeinde und Mitorganisator des Festes.

Etliche Biergarten-Garnituren wurden aufgestellt, wo die Besucher bunt gemischt Platz nahmen. Andere brachten Picknick-Decken mit und machten es sich auf dem Rasen rund um die zur Flüchtlingsunterkunft umfunktionierte Jugendhalle gemütlich. Bei Anbruch der Dunkelheit sahen die Besucher kurze Filme ohne Ton - und somit für jeden verständlich.

Im vergangenen Jahr war das Fest auf dem Campus W in Mellendorf gefeiert worden. Dort ist es weitläufiger. "Um die Gemeinschaftsunterkunft herum ist das Ambiente besser und der integrative Charakter der Veranstaltung deutlich spürbar", sagte Erdmann. Um den Weg zur Jugendhalle für die weniger mobilen ausländischen Teilnehmer leichter zu machen, holte der ASB diese mit einem Bus und vier weiteren Fahrzeugen aus allen Ortschaften ab. Erdmann kündigte an, dass es im nächsten Jahr ein weiteres Fest der Kulturen geben soll.

Gefeiert wurde am Wochenende auch in der alten Schule in Elze. Diese wird jetzt nicht mehr für Unterricht, sondern von vielen Vereinen genutzt.

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Von Katerina Jarolim-Vormeier

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