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80000 Euro Schaden bei Garagenbrand

Wedemark 80000 Euro Schaden bei Garagenbrand

Autofahrer auf der A 7 und 352 sahen den Qualm dick aufsteigen, und die anrückenden Feuerwehrleute hatten die Explosion teils zu Hause schon gehört: In Scherenbostel sind Gasflaschen in einem brennenden Carport hochgegangen. Verletzt wurde niemand.

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Der Schaumteppich liegt noch am Morgen danach vor der ausgebrannten Garage.

Quelle: Kallenbach

Wedemark. Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes in Hannover haben den Brandort am Dienstag untersucht. Sie gehen von einem technischen Defekt an dem in der Garage kurz vorher abgestellten Rasenmäher oder der angeschlossenen Batterieladevorrichtung aus. Die Schadenshöhe schätzen sie auf 80.000 Euro, weil außerdem die Garage selbst und ein darin geparkter VW Caddy vollständig durch das Feuer zerstört worden sind. Die Garage ist nicht mehr nutzbar und einsturzgefährdet, auch das angrenzende Wohnhaus ist beschädigt.

Als die Brandermittler ihre Arbeit tun, liegt der Löschschaum noch wie Schnee vor dem Carport, das Auto steht ausgebrannt darin, Fensterscheiben im Wohnhaus sind von der Wucht der Explosion zersprungen, ein Scherbenhaufen darunter. Nachbarn hatten die Flammen sowie lautes Knallen an der Straße An der Weide am Montag gegen 20.30 Uhr bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert, berichtet die Polizei. Die Feuerwehren konnten die in Vollbrand stehende Garage zügig löschen. Dabei barsten nach Polizeiangaben auch gelagerte Gasflaschen.

Die Feuerwehr war mit sieben Fahrzeugen und 45 Einsatzkräften vor Ort. Die letzten Aktiven konnten die Einsatzstelle gegen 23.30 Uhr verlassen. Schon am Abend verbreiteten sich Beobachtungen der ungewöhnlich großen Rauchwolke auch unter Social-Media-Nutzern.

Zu dem Garagenbrand waren die Einsatzkräfte um 20.32 Uhr alarmiert worden, erst die Feuerwehr Bissendorf, dann zur Verstärkung auch Wennebostel und Mellendorf, Polizei und Rettungsdienst. Der Eigentümer vor Ort sprach von insgesamt vier in der Garage gelagerten Gasflaschen, doch man konnte im Brand und Rauch die Flaschen nicht lokalisieren, berichtete gestern Benjamin Meyer aus dem Sprecherteam der Feuerwehr Wedemark. Bei solchen Einsätzen hineinzugehen, sei zu gefährlich für die Beteiligten.

Um das Wohnhaus vor der Wärmestrahlung zu schützen, bauten die Feuerwehrleute sofort eine Wasserwand auf. Im weiteren Verlauf bekämpften mehrere Atemschutztrupps und Aktive mit drei C-Rohren von außen das Feuer in der Garage. „Im Nachgang wurde mit Schaum geflutet, um noch letzte Glutnester abzulöschen und die Gasflaschen in der Garage mit Wasser gekühlt“, erläuterte Meyer.

Vor ein besonderes Problem stellten die engen Ring- und Stichstraßen der Siedlung die Feuerwehren vor Ort. „Die Fahrzeuge mussten so aufgestellt werden, dass sie sich nicht selbst im Löscheinsatz behindern“, verdeutlichte Meyer auf Anfrage dieser Zeitung. Doch kann die Gemeindefeuerwehr in vielen Ortsteilen auf Erfahrungen aus Übungen zurückgreifen, bei denen sogar auf engstem Raum die große Drehleiter eingesetzt wurde.

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Fotostrecke Wedemark: Feuer in Garage – Gasflaschen bersten

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