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Ein Dorf rockt wieder

Abbensen Ein Dorf rockt wieder

Abbensen ist nicht Wacken, und das Freaks-of-Rock-Festival ist nicht das Hurricane: Dennoch können sich die Organisatoren ihre Bands inzwischen aussuchen. Sieben Gruppen treten am 4. Juli auf. Jetzt heißt es Daumen drücken - für Sonne im verflixten siebten Jahr.

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Das Organisationsteam: Jan Klerke (von links), Nils Kraushaar, Sarah Lewi, Christian König, Marcel Lübbecke und Aaron Falkenberg.

Quelle: privat

Wedemark. „Mit richtig hartem Heavymetal brauchen wir hier nicht kommen“, sagt Aaron Falkenberg. Die Organisatoren kennen ihre Abbenser - laut darf das Dorffestival sein, aber melodisch bitte auch. Dann sitzen auch Senioren aus dem 1000-Seelen-Ort vor der Bühne. „Die Zusammenstellung ist diesmal wirklich gut.“

Mehr als 30 Bands hatten sich für einen Auftritt beim Freaks-of-Rock-Festival beworben. „Wir haben uns die Musik angehört und gemeinsam eine Auswahl getroffen“, sagt Sarah Lewi, die zum zweiten Mal mitorganisiert und wie Falkenberg als studierte Musikerin vom Fach ist.

Generell gilt bei der Planung: Nach dem Festival ist vor dem Festival. Seit Anfang des Jahres organisiert das Team auf Hochtouren. Es braucht eine Genehmigung von der Gemeinde, um den Schützenplatz in ein Festivalgelände zu verwandeln, die Technik muss vorbereitet, die Gema bedacht, Caterer angeworben und die komplette Werbung in Gang gebracht werden. „Der Poststreik hat unsere Kartenlieferung verschluckt“, gesteht Falkenberg. „Aber es muss ja auch nicht immer alles rundlaufen“, nimmt es Lewi mit Humor.

Viel wichtiger als Professionalität ist in Abbensen eh die Dorfgemeinschaft. „Alle sind dabei, es ist ein familiäres Festival“, beschreibt Marisa Prillwitz den Charme der Großveranstaltung. Nachbarn, Verwandte und Freunde stehen als Ehrenamtliche am Einlass, bauen auf und ab und backen fleißig Kuchen für den Backstagebereich, in dem sich die sieben Bands wohlfühlen sollen.

Der Zeitplan für die Auftritte steht - so grob: „Eingehalten haben wir den noch nie. Jede Band soll zeigen, was sie kann, und wenn die Stimmung super ist, kommt es auf ein paar Minuten nicht an“, sagt Falkenberg. Für die gute Stimmung soll im siebten Festivaljahr auch endlich das Wetter mitspielen. „Da hatten wir fast nie Glück“, zieht das Team Bilanz. Hunderte Besucher könnten ja nun nicht immer Haare und Schuhe beim Headbangen und Rocken trocken tanzen müssen.

Eigentlich ist ein regelmäßiges Festival nie der Plan gewesen. „Wir wollten, ehrlich gesagt, nur mal ein Open-Air-Konzert spielen“, erinnert sich Prillwitz, Sängerin der Abbenser Band Standstreifen, die 2009 noch als Freaky Bottles das erste Festival auf die Beine gestellt hatte. Aber im Nu waren andere Nachwuchsbands für die Bühne gewonnen. „Das Dorf hat sofort voll mitgezogen.“ Eine Fortsetzung war also Pflicht. „Anfangs haben wir jeder noch 200 Euro reinstecken müssen, jetzt bekommen wir das alles mit Sponsoren finanziert“, sagt Falkenberg.

Inzwischen sind es auch nicht mehr nur die Nachwuchsbands, die Abbensen rocken: Mit Ember Sea stehen im Juli auch echte Profis auf der Bühne, die viel Erfahrung mitbringen. „Das ist super für den Austausch unter den Bands und macht uns natürlich auch bekannter“, sagt Falkenberg. Ein wenig stolz kann er verkünden: „Wir haben es dieses Jahr sogar in den Festivalguide geschafft.“ Zugegeben: klein und fein, aber immerhin nur zwei Positionen unter dem großen Hurricane.

Sieben Bands spielen

Das Freaks-of-Rock-Festival beginnt am Sonnabend, 4. Juli, um 15 Uhr auf dem Schützenplatz in Abbensen. Die erste Band spielt ab 16 Uhr. In diesem Jahr treten auf: die Groove-Punk-Band Wiltwexel, Carlotta Truman, die 2014 bei der Fernseh-Castingshow „The Voice Kids“ den zweiten Platz belegte, die Metal-Band Ember Sea, Lokalmatador Standstreifen, die Wedemärker Band Six-Five-Special, die Evergreens präsentieren wird, die Rockband Mosaane sowie die Hardrock-Gruppe Low Dots. Der Eintritt kostet 5 Euro. Wer möchte, kann per E-Mail an freaksofrock@web.de Karten vorbestellen. Getränke-, Grill- und Fischbrötchenbuden sorgen für das leibliche Wohl. Wer auf dem Gelände zelten will, kann das spontan und kostenlos tun. Feierabend ist um 3 Uhr.

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