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Aktiv im Moorschutzmit Säge und Astschere

Wedemark Aktiv im Moorschutzmit Säge und Astschere

Nicht zu bremsen waren die Kinder und Jugendlichen der Naturschutzjugend Wedemark, als es darum ging, der Lebensgemeinschaft im Hochmoor zu helfen.

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Nach eingehenden Erläuterungen von
Dr. Gärtner machen sich die jungen Naturschützer ans Werk und Rücken den Kiefern im Moor
zu Leibe.

Wedemark. Dr. Eberhard Gärtner, ausgewiesener Kenner des Helstorfer Moores, hatte die 14-köpfige Gruppe in einen besonders schützenswerten Bereich des Moores geführt und eine ganze Palette von hochspezialisierten Schmetterlingen aufgezählt, die nur unter den natürlichen Entwicklungsbedingungen des Hochmoores überleben können.

Auf die Frage, warum denn die aufkommenden Kiefern ein Problem seien, wusste Sören zu erklären, dass die Bäume die Hochmoorvegetation zuschatten, und Gero ergänzte, dass dadurch auch die Verdunstung erhöht würde. Schließlich ginge es darum, möglichst alles Regenwasser im Moor zu halten. Das sei seit Jahrtausenden die Grundvoraussetzung zur Entwicklung von Hochmooren. Beim Blick in den zwei Meter tiefen Entwässerungsgraben am Rande des Moores wurde die Problematik erläutert, einerseits das Wasser im Moor halten zu müssen, andererseits aber auch die angrenzende landwirtschaftliche Nutzung zu ermöglichen.

Doch an diesem Tag stand eindeutig die praktische Naturschutzarbeit im Vordergrund. Dr. Gärtner und Kathi Bauer vom MoorIZ Resse hatten Werkzeuge zur Auswahl mitgebracht. Die Kinder durften selbst ausprobieren, ob sie gerne mit Astschere, Klappsäge oder Bügelsäge arbeiten wollten. Die Axt war den älteren vorbehalten, wurde aber bald bei Seite gelegt: zu kräftezehrend. Anschließend wurden die gefällten kleinen Kiefern in trockeneren Bereichen abgelagert, die bereits durch dichte Bestände von Pfeifengras erkennbar waren.

Die siebenjährige Aenne hatte sich eine Kiefer geschnappt, die viel größer als sie selbst war, und in den trockeneren Randbereich gezogen: „Damit die Preiselbeeren und Moosbeeren besser wachsen können“, war ihre Begründung. Erst als es dämmerte, schlossen die Aktivisten die Arbeit mit dem guten Gefühl ab, tatkräftig etwas geschafft zu haben für die ganz besondere Lebensgemeinschaft Moor.

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