Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Führerschein für Ehrenamt in Kunst und Kultur

Wedemark Führerschein für Ehrenamt in Kunst und Kultur

Berufsleben und Familienphase sind vorbei, nun ist viel Zeit für Kunst und Kultur, für neue Kontakte und Erfahrungen, zum Entdecken neuer Talente und Interessen, für ehrenamtliche Arbeit: Das ist nach den Vorstellungen der Macher das Idealprofil von Wedemärkern, die beim ersten Kulturführerschein in der Region mitmachen.

Voriger Artikel
Vorsicht beim Mähen von Wiesen
Nächster Artikel
Anwohner: Zu viel Tempo auf der Wietze-Aue

Lust auf Neues im Bereich Kunst und Kultur? Die Organisatoren und Partner des Kulturführerscheins laden zum Mitmachen ein.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Ziel ist es, freiwilliges Engagement anzuregen in der Verbindung von Kultur und Sozialem. So soll ein ehrenamtliches Netzwerk im Verbund mit professioneller Kunst und Kultur entstehen. In Hannover wird der Kulturführerschein schon seit fünf Jahren angeboten, in der Region ist die Wedemark Pilot-Partner.

Start ist im August 2016, Abschluss im März 2017. Die Workshop-Phase dauert etwa fünf Monate, die Praxisphase rund drei Monate. Angeboten werden fünf künstlerische Sparten, in die die Kultur-Fahrschüler hineinschnuppern können: bildende Kunst, Erinnerungskultur, Literatur, Musik sowie Natur- und Kulturlandschaft. Die Workshops finden ein- bis zweimal monatlich sonnabends in der Brelinger Mitte statt. Nachmittags treffen sich die Teilnehmer mit den Wedemärker Kooperationspartnern. Das sind die Kinder- und Jugendkunstschule, das Heimatmuseum, der Orgelbauverein St. Martini, der Kulturverein Brelinger Mitte, der Imago-Kunstverein und das Moorinformationszentrum Resse.

Mit dem Kulturführerschein in der Tasche haben sich die Teilnehmer für ihren kulturellen Schwerpunkt entschieden und können aktiv werden in einem Netzwerk von Freiwilligen, die sich austauschen, gegenseitig bereichern und gemeinsam neue Ideen entwickeln. Durch eigene, selbst organisierte Projekte ermöglichen sie auch anderen eine Begegnung mit Kultur. Sie planen und organisieren die Umsetzung ihrer Ideen und werden dabei weiterhin unterstützt und beraten.

„Das gemeinsame Tun war für viele Teilnehmer in Göttingen und Hameln ein wichtiger Aspekt“, erläutert Ingrid Wagemann von der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur, die das Projekt zusammen mit dem Bereich Bürgerdienste, Ehrenamt und Kultur der Gemeinde Wedemark organisiert. Und sie betont: „Dies ist keine Weiterbildung im klassischen Sinn, sondern eine mit allen Sinnen, mit eigenem Tun, nach eigenen Interessen und zusammen mit anderen.“ Auch sei der Kulturführerschein nichts, um Geld zu verdienen.

In Hannover zum Beispiel sind Inhaber heute als Gartenlotsen in den Herrenhäuser Gärten unterwegs oder als Märchenerzähler in Kitas und Schulen. „Es hat nichts mit ehrenamtlichem Kaffeekochen oder dem Ersatz von hauptamtlichen Kräften zu tun“, sagt Wagemann. Zudem sei es eine Zeit der Orientierung. „Wer schon weiß was er will, kann gleich zu einem entsprechenden Verein gehen.“

Wer mehr wissen will, ist beim Infoabend willkommen, der für Freitag, 17. Juni, ab 16 Uhr im Bissendorfer Bürgerhaus geplant ist. Eine Anmeldung dazu ist nicht erforderlich. Wer sich schon vorher als Kulturführerscheinanwärter anmelden will oder Fragen hat, ruft Angela von Mirbach im Rathaus an unter Telefon (05130) 581274. Es stehen 16 Plätze zur Verfügung. Die Teilnahme kostet 150 Euro, mit der Region-S-Card 50 Euro.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sn9k2dfml0goc42dfd
Auf dem Wertstoffhof landet nicht nur Müll

Fotostrecke Wedemark: Auf dem Wertstoffhof landet nicht nur Müll