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Alte Esche trägt ein Schildchen

Brelingen Alte Esche trägt ein Schildchen

Sie ist wohl 155 Jahre alt und bei bester Gesundheit: Seit Freitag gibt der Esche mitten in Brelingen das kleine Schildchen „Naturdenkmal“ den fachlichen Segen der Unteren Naturschutzbehörde der Region Hannover.

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Die Esche steht gut sichtbar vor dem Haus in der Ortsmitte. Kallenbach

Wedemark. Das hohe Alter und den für die Art untypischen schönen Wuchs befand das Amt für wert, den Baum auf Antrag des Grundstückseigentümers unter Schutz zu stellen. Mit ihrer tief angesetzten, ausladenden Krone schmückt die Esche den Hof des nicht weniger sehenswerten historischen Fachwerkhauses dahinter: Das mehr als 300 Jahre alte Zweiständer-Haus haben die Eigentümer Beate und Rainer Rebeschke vor etwa 30 Jahren mit viel Eigenleistung saniert. Es wird in Brelingen nach wie vor als Alte Post bezeichnet; in einem Anbau des Hauses gab es von 1939 bis 1981 eine Poststelle.

Eine Anekdote aus vergangener Zeit hält Rainer Rebeschke zu dem nun offiziell geschützten Laubbaum auch bereit. „Unser Opa wollte den Baum nie haben, und er hat mehrere Kupfernägel - vor über 60 Jahren - in die Rinde eingeschlagen“, erzählt er. Die Nägel haben den Baum aber, wie zu sehen ist, nie geschädigt.

Das Schildchen wurde quasi unbemerkt angebracht. Zum vorgesehenen Termin war der Eigentümer rechtzeitig zur Stelle, aber der Mitarbeiter der Regionsbehörde hatte seine Arbeit bereits erledigt und war entschwunden. Den Beschluss, den Baum als Naturdenkmal festzusetzen, hatte die Regionsversammlung bereits vor der Sommerpause gefasst; die Bestätigung erhielt Rebeschke erst jetzt.

Verbunden mit der Unterschutzstellung ist auch, dass sich die Region an Baumpflegearbeiten beteiligt. Auswirken kann sich der Schutz auch bei Arbeiten, die beispielsweise von Energie- und Wasserversorgern oder durch Straßen- und Kanalbau erforderlich werden.

Ein weiterer Altbaum ist in Isernhagen K.B. - ebenfalls per einstimmigen Beschluss der Regionsversammlung - neu in den Rang eines Naturdenkmals erhoben: Die etwa 150 bis 180 Jahre alte Stieleiche an der Dorfstraße gilt durch ihren gleichmäßigen Wuchs als prägend für das Dorfbild. Mit dem benachbarten Fachwerkgebäude bildet sie, so die Bewertung der Region, ein kulturhistorisches Ensemble. Eine Unterschutzstellung sei aufgrund ihres hohen Alters, der hohen Vitalität und des außergewöhnlich harmonischen Wuchses geboten. Die Gemeinde hatte diese angeregt.

Von Ursula Kallenbach

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