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Interaktiv im Moor spazieren dank Drohnenfotos

Resse Interaktiv im Moor spazieren dank Drohnenfotos

An einer neuen interaktiven Station im Moorinformationszentrum (Mooriz) in Resse können die Besucher Einblicke ins Bissendorfer Moor bekommen, die sie niemals live erleben können. Das gilt nicht nur, weil ein Teil der Bilder aus der Luft mit einer Drohne gemacht wurde, sondern weil niemand das Moor betreten darf.

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Drohnenpilot Marc-André Gödeke (links) und der neue FÖJler Nicolas Pittroff stellen die neue interaktive Station im Mooriz vor.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Vor diesem Hintergrund musste sich auch Drohnen-Pilot und Luftbildfotograf Marc-André Gödeke aus Kaltenweide zunächst mit der Region Hannover als "Hausherr" der Moore kurzschließen, um schließlich mit einem Fachmann zusammen den Zugang gestattet zu bekommen. Das für die Besucher des Mooriz nun sichtbare Ergebnis sind beeindruckende Panoramen auf einem interaktiven Monitor.

Die Besucher können Bilder auswählen und auf dem Bildschirm per Pfeiltasten oder durch Wischen mit dem Finger um 360 Grad drehen und Details herauszoomen. In die Luftbilder hat Gödeke zudem Hotspots eingearbeitet. Wer darauf klickt, bekommt die Stelle als Fotografie vom Boden aus gezeigt. So sind virtuelle Spaziergänge und Einblicke möglich, die ansonsten unmöglich sind. So liegt zum Beispiel der Muswillensee in seiner ganzen Pracht dem Besucher zu Füßen, der auch von den Aussichtstürmen mehr schlecht als recht zu sehen ist, und einige alte Torfstiche. Das Mooriz hofft, dass der ebenso einfache wie spielerische Umgang mit dem Monitor auch Kinder für das Thema Moor begeistert.

"Ich habe von drei Punkten in der Luft und von fünf Stellen vom Boden aus Bilder gemacht", berichtete Gödeke am Mittwoch bei der Vorstellung der neuen Attraktion im Mooriz. "Später am Rechner habe ich dann jeweils 50 Einzelaufnahmen zu einem Panorama zusammengefügt." Seine Arbeit - nach Gödekes Worten rund 40 bis 50 Stunden - hat er ohne Honorar erledigt. Die Panoramen sollen als Referenz dienen für seine Nebentätigkeit Drohnenfotografie.

Die Station selbst, ein Monitor auf einem Standfuß, hat die Bingo-Umweltstiftung finanziert, 500 Euro gab sie dafür aus. Um diesen technischen Part hat sich zusammen mit Gödeke Eckard Brandt vom Verein Bürger für Resse gekümmert. Der Verein ist für den Betrieb des Mooriz verantwortlich. "Wir hatten schon lange darüber nachgedacht, wie wir den Besuchern das Bissendorfer Moor näher bringen können", berichtete Heike Prendel vom Mooriz. "Als wir dann auf der Wedemärker Wirtschaftsmesse Marc-André Gödeke mit seiner Drohne kennenlernten, entstand die Idee zu dieser Station." Ob auch andere Moorflächen bei Resse beflogen und fotografiert werden, ist noch offen. Das lohnt sich nach Prendels Worten erst, wenn sie als Moore renaturiert sind. Derzeit sähe man von oben nur Wald.

Zusammen mit der neuen technischen Attraktion stellten die Verantwortlichen des Mooriz den Hannoveraner Nicolas Pittroff vor. Er leistet seit 1. September ein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) im Mooriz.

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