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Angelverein duldet Vandalismus am See nicht

Wedemark Angelverein duldet Vandalismus am See nicht

Mehrere junge Bäume und Strauchwerk haben Unbekannte am Brelinger Kiesteich des Angelvereins (ASV) Neustadt niedergemacht. Der Verein mit einer großen Anzahl Wedemärker Mitglieder hat jetzt eine Belohnung von 200 Euro ausgesetzt, sollte ein Tipp zur Ergreifung der Täter führen.

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Holger Machulla ist entsetzt über die Feuerstelle am Brelinger Kiessee des Angelvereins Neustadt.

Quelle: Kallenbach

Brelingen. Die vereinseigene Gewässeraufsicht hatte die Schäden an den Uferrändern des Kiessees entdeckt und den Vorsitzenden, Holger Machulla, informiert. Seit gestern räumen Vereinsmitglieder dort auf und kontrollieren weiter. Vandalismus wird solche Sachbeschädigung auch bei der Polizei genannt, aber tatsächlich sind die Schäden nicht aus sinnloser Zerstörungswut entstanden. Eine Feuerstelle direkt am Seeufer zeugt davon: „Hier haben Leute erst Brennholz gemacht und damit ihr Grillfeuer“, zeigt Machulla anhand der Überreste. Folien, auch Glasscherben liegen herum. Verkohlte Hölzer wurden ins Wasser geworfen.

„Der Sommer fängt doch erst an“, sorgt sich der Vereinsvorsitzende. Immer wieder passiere es dann, dass auch Feuer angezündet werde an den Ufern des Angelsees, der dem ASV gehört. „Das ist höchst gefährlich und der Schrecken der Feuerwehr hier am Brelinger Berg“, betont Machulla. „Hier stehen viele Nadelhölzer. Bei Funkenflug ist schnell der ganze Wald gefährdet.“

Den Anglern selbst in diesem Verein, der zugleich als anerkannter Naturschutzverband den ökologischen Zustand seiner Seen mit erheblichem Einsatz pflegt und verbessert, ist grundsätzlich jedes Grillen und Feuer machen auf dem Gelände verboten. „Wer erwischt wird, kriegt eine Sperre. Wir haben Leute, die mehrfach uneinsichtig waren, auch schon rausgeschmissen“, berichtet der Hausherr.

Die eigenen Mitglieder vor Ort kann der Verein wohl kontrollieren und intern zur Ordnung rufen. Aber: „Spaziergängern können wir nur mit Argumenten kommen, wenn wir sie antreffen“, verdeutlicht Machulla. Zwar ist der See ausgeschildertes Privatgelände des Vereins, als Landschaftsschutzgebiet (LSG) steht das Naturgelände jedoch jedermann offen.

„Solange Leute sich vernünftig verhalten, dürfen sie die freie Landschaft betreten“, deutet der Vorsitzende die Rechtslage aus. „Aber ist Betreten auch noch, wenn Decken ausgebreitet und Campingliegen aufgestellt werden oder ein Feuer in Gang gebracht wird?“ Dies werde auch von Seiten der Behörden unscharf ausgelegt oder gar nicht angefasst.

Dagegen sei die Sachbeschädigung klar mit Strafen belegt: „Der Schaden und Feuer im LSG können bis zu 1500 Euro kosten. Auch für das Fällen von Bäumen können empfindliche Strafen angesetzt werden.“

Beobachtungen oder Hinweise nimmt Holger Machulla entgegen, Telefon (05032) 67929 oder (0171) 3867135; sie können aber auch direkt an die Polizei Mellendorf gegeben werden, Telefon (05130) 9770.

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