Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Anlieger: Straßenausbau noch einmal überdenken

Wennebostel Anlieger: Straßenausbau noch einmal überdenken

Der Ortsrat Wennebostel hat sich für den umfangreichen Ausbau der Kreisstraße 107 im Dorf entschieden, wie ihn die Region Hannover befürwortet - viele betroffene Anwohner aber sind dagegen.

Voriger Artikel
Moor: Es geht ums Geld
Nächster Artikel
Die Damen sind die guten Seelen des Vereins

Bei einer Straßenbegehung auf Einladung der Initiative hatten sich bereits zahlreiche Wennebosteler für den Erhalt der alten Straßenbäume engagiert.

Quelle: Kallenbach (Archiv)

Wedemark. Die Anwohner haben sich jetzt mit einem Bürgerappell an die Mitglieder des Verwaltungsausschusses gewandt. Sie setzen damit auch Bemühungen fort, die sie schon im Vorfeld dieser Planungen zum Erhalt des teils uralten ortsbildprägenden Eichenbestands ergriffen hatten. Sie zogen mehrfach eine Baumgutachterin zurate und erreichten den Erhalt des Naturdenkmals Eiche am alten Gutshof. Zahlreiche Wennebosteler engagierten sich bei einer Straßenbegehung und in Ortsratssitzungen.

In dem Bürgerappell, den Anwohner am Donnerstag auf den Weg brachten, heißt es: „Wir wenden uns als Anlieger der K 107 und als besorgte Bürger an Sie, da Sie über den Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau der Regionsstrasse K 107 abstimmen werden.“ Die 13 Unterzeichner legen den Politikern nahe, die Entscheidung über den folgenreichen Straßenumbau zu überdenken, und bitten um eine Neubewertung der Situation und den Aufschub der Entscheidung. Oberste Priorität sollte ihrer Ansicht nach der Erhalt des landschaftstypischen innerörtlichen Eichenbestandes haben. Die engagierten Anlieger möchten außerdem „die politischen Handlungsträger ermutigen, in diesem Zusammenhang nicht nur ökonomischen Sachzwängen zu folgen“.

Die Hauptkritik: Die geplante Verbreiterung des Straßenquerschnitts richte sich nicht nach örtlichen Notwendigkeiten. „Sie ist so bemessen, dass sie den Erfordernissen für den Erhalt von Fördergeldern dienen“, mutmaßen die Ortsbewohner. Als Beispiel führen sie an, dass zwei Lastwagen sich gefahrlos begegnen können sollen. Dabei bestehe bereits jetzt auf der ganzen Länge der dörflichen Straße ein Durchfahrverbot für Lkw. Zudem sei der außerörtliche Straßenanschluss in Richtung Gailhof einen Meter schmaler bemessen, sodass ein Lkw-Begegnungsverkehr auf der Straße ohnehin nicht möglich sei.

Notwendig sei sicherlich, die derzeitige Straßensituation zu verbessern, meinen die Initiatoren des Bürgerappells. Sie halten deshalb eine teilweise Ausbesserung oder Neuanlage des Fußweges, eine neue Straßendecke sowie eine Entschärfung der Einmündung zur Lindenstraße für richtig. Auch müsse die Kapazität der Abwasserkanäle neu bewertet und angepasst werden.

Von Ursula Kallenbach

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sn9k2dfml0goc42dfd
Auf dem Wertstoffhof landet nicht nur Müll

Fotostrecke Wedemark: Auf dem Wertstoffhof landet nicht nur Müll