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Bürgerbefragung ergibt klare Haltung

Wedemark Bürgerbefragung ergibt klare Haltung

Gegen einen möglichen Bebauungsplan sprechen sich die Anwohner von Bissendorf-Wietze mehrheitlich aus. Das ergab jetzt eine Bürgerbefragung, die der Ortsrat organisiert und ausgewertet hat.

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Claudia Maibohm (parteilos, von links) ist dabei, als Ortsratsbetreuer Max Hüsken die Fragebögen von Ortsbürgermeister Daniel Leide bekommt. Auch Bernd Schützendübel (parteilos) und Herbert Exner (BfW) nehmen den Termin wahr.

Quelle: Chadde

Bissendorf-Wietze. Die Gemeinde Wedemark stellt auch für den Bereich Bissendorf-Wietze derzeit Bebauungspläne auf. Dabei handelt es sich um vier Gebiete, zu denen Ahornweg, Fichtenweg und Landwehrwiesen zählen, außerdem Östlich Natelsheideweg und Burgwedeler Straße bis Heidelbeerweg sowie Hagebuttengang bis Am Dornbusch und weiterhin auch Am Wietzestrand, Busswardweg.

Da an die Mitglieder des Ortsrates große Bedenken und zahlreiche Anregungen herangetragen wurden, beschlossen die Kommunalpolitiker in ihrer Aprilsitzung, die etwa 1800 Bürger ab 18 Jahren in Form einer Umfrage zu Wort kommen zu lassen. Grundstückseigener wurden nicht separat angeschrieben. Jetzt liegen die Ergebnisse vor und liefern ein Stimmungsbild, haben aber keinen rechtlichen Einfluss auf Verwaltungsentscheidungen. Bis zum 10. Juni konnten die Fragebögen beantwortet werden, 1098 Bögen, davon sechs ungültige, kamen zurück und wurden ausgewertet.

Das Echo war in den Planungsbereichen stärker als außerhalb, aber die Antworten fielen eindeutig aus. So grün wie in Wietze lebt in der Region Hannover kaum jemand, aber grüne Ideen möchte man sich hier nicht vorschreiben lassen. So stimmten 494 Einwohner gegen die geplante Festlegung, rund 40 Prozent jeder Grundstücksfläche mit Bäumen und Sträuchern zu bepflanzen, nur 111 waren dafür. Auf 189 der 228 Grundstücke wünscht die Gemeinde Wedemark fünf bis zehn Meter breite Pflanzstreifen vom Eigentümer anlegen zu lassen, was 141 Einwohner befürworten, aber 950 Bürger ablehnen.

Um Maschendrahtzaun ging es bei der vierten Frage, wahlweise sollen auch Hecken oder Kräutervegetationen erlaubt bleiben, andere Einfriedungsformen jedoch nicht. 965 Einwohner möchten sich bei der Zaunfrage frei entscheiden, stimmten gegen den Vorschlag, 127 waren dafür. Frage 5, bei der es um eine gerechtere Verteilung der flächenmäßigen Bebauung ging, wurde vermutlich nicht verstanden, hier gab es auch mit 27 Stimmen die meisten Enthaltungen. 453 Einwohner stimmten zu, 612 dagegen. Mit dem Gesamtergebnis will der Ortsrat bei der Gemeindeverwaltung vorstellig werden, um vor der Regionalwahl eine klare Stellungnahme zu erhalten.

Von Patricia Chadde

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