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Bäume an der Kita sollen weg

Mellendorf Bäume an der Kita sollen weg

Müssen für Krippenkinder Obstbäume gefällt werden? In der Wedemark treibt das Thema gerade die Gemeindeverwaltung, Eltern und Naturschützer um.

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Die Pflaumenbäume an der Kita sollen gefällt werden.

Quelle: Symbolbild

Wedemark. Ein- bis Dreijährigen sei schwer zu erklären, wie sie mit Fallobst und Wespen auf dem Außengelände ihrer Krippe umgehen müssen, sagt Gemeindesprecher Hinrich Burmeister für die Verwaltung. Die baumbestandene Grünfläche an der Krippe des Vereins der Kinderfreunde am Allerhop in Mellendorf ist aus diesen Gründen Stein des Anstoßes geworden.

Die Gemeinde ist Eigentümerin von Gebäude und Grundstück und sieht sich in der Verantwortung für die Sicherheit der Jüngsten. Für viele Kinder sei es so nicht möglich, die Außenfläche zu nutzen. „Es können nicht jederzeit Erzieher bei jedem Kind stehen“, betont Burmeister.

Vier Pflaumenbäume werfen derzeit ihre Früchte ab. Ein Birnenbaum steht dazwischen, der laut Burmeister ohnehin alt und krank ist. Ein Kirschbaum auf dem Außengelände soll stehen bleiben. Aber Birne und Pflaumen müssten entfernt werden, um eine Gefährdung der Kinder beim Spielen draußen auszuschließen. Noch einmal hat sich die Verwaltung nach den ersten Überlegungen bei einer Begehung vergewissert - und bleibt dabei.

„Wir wollen keine kahle Fläche haben“, heißt es vom Gemeindesprecher für die künftige Gestaltung. Als Ersatz sollen Ahorn und Kastanien auf dem Gelände gepflanzt werden.

Aktive im Naturschutzbund Wedemark stellen die Frage, ob ein Zusammenhang mit der geplanten baulichen Erweiterung der jetzigen Zwei-Gruppen-Krippe bestehen könnte. Wie berichtet, will der Verein der Kinderfreunde sie um zwei Gruppen erweitern. Die geplante Krippe wird auf etwa 290 Quadratmetern Grundfläche ebenerdig und barrierefrei errichtet. Insgesamt steht der Einrichtung eine Außenfläche von 1300 Quadratmetern zur Verfügung.

Der Naturschutzbund und weitere Naturfreunde möchten eine Baumfällaktion verhindern, wie Heide Winterfeldt sagt. „Von Kinderfreunden erwarte ich für die nächsten Generationen eine ganz andere Denkweise“, macht die Leiterin der Nabu-Jugendgruppe (Naju) deutlich.

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