Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Barrierefrei wohnen in Resse

Bauprojekt Barrierefrei wohnen in Resse

Die ersten acht vollständig barrierefreien Neubauwohnungen in Resse werden ab August errichtet und sind im April 2016 bezugsfertig. Fünf sind bereits verkauft. Ein Bauabschnitt mit weiteren acht Wohnungen folgt 2016. Das barrierefreie Wohnen geht auf die Initiative des Vereins Bürger für Resse (BfR) zurück.

Voriger Artikel
Klappstuhl-Veranstaltungen erobern die Wedemark
Nächster Artikel
Kunstprojekt soll Identität stiften

Karl-Heinz Müller (links) und Jochen Pardey betreiben das Vorhaben.

Quelle: Kallenbach

Resse. In direkter Nachbarschaft zum Lebensmittelmarkt wird das Bauvorhaben realisiert - schon der Neubau des Marktes war ein Erfolg einer seinerzeit bundesweit beachteten Initiative des Bürgervereins. Es wird also kurze Wege für die künftigen Bewohner geben.

Lang und schwierig hingegen sei die Planung des barrierefreien Wohnraums im Eigentum gewesen, betont der BfR-Vorsitzende Jochen Pardey. „Wir haben im ersten Anlauf versucht, eine genossenschaftliche Lösung in Gang zu bringen. Das hat nicht funktioniert“, berichtet er. Es sei dann nicht einfach gewesen, geeignete Partner für die Realisierung eines solchen Vorhabens zu finden.

Das Grundstück neben dem SB-Markt immerhin hatte die Gemeinde dem Bürgerverein bereits 2011 mit dem Ziel bereit gestellt, dort barrierefreie Wohnungen auf den Weg zu bringen. „Der Hintergrund war, dass viele ältere Resser und Wedemärker in der Vergangenheit schon ihre zu groß gewordenen Häuser verkauft haben. Sie wollten dorthin ziehen, wo sie meinten, im Alter geeigneten Wohnraum und die nötigen Versorgungsstrukturen zu finden“, verdeutlicht Pardey. Dafür nun hatten die Resser mit dem umtriebigen Bürgerverein bereits gesorgt: den Kaufmann, Ärzte, Kultur.

Ein alteingesessenes Bauunternehmen aus Wietze ist für das Wohnungsvorhaben in Resse gewonnen. Die Beratung für Interessenten übernimmt ein Unternehmen der in Resse ansässigen Müller-Resse-Firmengruppe, die auch an der ehrenamtlichen Realisierung des Ärztehauses und des Lebensmittelmarktes beteiligt war.

„Wir sind Projektentwickler, die dem Bürgerverein zuarbeiten“, erläutert Karl-Heinz Müller. „Käufer heranzubringen, ist keine Aufgabe eines Bürgervereins.“ Er selbst baue nicht, aber über vier Jahre habe man keinen Träger für das Vorhaben gefunden. Dem neuen Modell habe auch die Gemeinde zugestimmt. „Unter den Interessenten für unser Projekt haben wir eine Altersmischung - auch viele jüngere Leute, die überlegen, ihre Eltern nach Resse zu holen“, berichtet Müller. Ländliche Gemeinden müssten versuchen, attraktiv zu sein. „Die guten Wohnstätten in den Kommunen werden gewinnen“, ist er überzeugt. „Das heißt: die vielfältigen.“

Von Ursula Kallenbach

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sp8vc1payv16zek4p
Juliano Rossi rockt das Bürgerhaus

Fotostrecke Wedemark: Juliano Rossi rockt das Bürgerhaus