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Elze erhält einen Edeka-Markt

Wedemark Elze erhält einen Edeka-Markt

Der Ort Elze erhält 2017 einen neuen Vollsortimenter. Die Regionalgesellschaft Edeka Minden-Hannover wird den Supermarkt im Gewerbegebiet Farnkamp in Elze auf 800 Quadratmetern Verkaufsfläche errichten. Daneben, mit eigenem Eingang, werden die Käufer auf 400 Quadratmetern einen Getränkemarkt mit Café finden.

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Ortsbürgermeister Jürgen Benk (links) und Bürgermeister Helge Zychlinski sind zufrieden: Edeka kommt ins Gewerbegebiet Farnkamp.

Quelle: Kallenbach

Elze. Anfang 2017 werde die Gemeinde die Baugenehmigung erteilen, sagte Bürgermeister Helge Zychlinski gestern bei einem Ortstermin. „Wir bereiten zurzeit den Grundstückskaufvertrag vor.“ Außerdem werde für das Vorhaben ein städtebaulicher Vertrag fixiert, zwischen der Bauaufsicht der Gemeinde und dem Bauherrn seien die notwendigen Feinabstimmungen in Arbeit.

Für den Gebäudekomplex kauft Edeka ein Grundstück von 6000 Quadratmetern und eine Erweiterungsfläche an. Ermöglicht wurde diese Ansiedlung in dem neuen Gewerbegebiet auch, weil ein Elzer Flächeneigentümer dort 3000 Quadratmeter abgegeben hatte.

„Ob der Markt in dem Neubau das Weihnachtsgeschäft 2017 noch erreicht, wissen wir nicht“, sagte Zychlinski. „Aber dieses Mal, bin ich mir sicher, haben wir alle Hürden überwunden. Wir haben uns dazu mit der Region Hannover abgestimmt.“ Die Hürden schienen noch vor drei Jahren unüberwindbar. Die ersten Pläne, in den drittgrößten Ort der Wedemark einen Vollsortimenter zu holen, wurden 2013 von einem Gerichtsurteil zu einem ähnlichen Ansiedlungsfall im benachbarten Burgwedel zerschlagen. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg kassierte den Bebauungsplan für einen Verbrauchermarkt in Wettmar, der einen 1000-Quadratmeter-Vollsortimenter nebst Parkplatz vorsah. Nach Landesraumordnungsrecht dürfen Lebensmittelmärkte mit mehr als 800 Quadratmetern nur in einem zentralen Siedlungsbereich errichtet werden – das wäre Großburgwedel gewesen. Voten von Ortsräten und Gemeinderäten haben an der Stelle kein Gewicht. „Edeka wollte bei uns einen Vollsortimenter und hat noch einmal neu geplant“, bekräftigte Ortsbürgermeister Jürgen Benk für den Ortsrat. Und die Gemeinde hat mitgespielt. Aufgrund der Initiative der Gemeinde hat die Region festgestellt: Elze ist ein Dorf mit Nahversorgungsfunktion. Der Lebensmittelkonzern sehe sehr wohl, dass Elze wachse und über einen großen Park-and-ride-Bereich am Bahnhof eine größere Käufernachfrage erreiche. Die Aufteilung in dem geplanten Gebäudekomplex mit 800 und 400 Quadratmetern werde nun den Anforderungen gerecht.

Und: Elze wird als Wohnstandort noch attraktiver. In energieeffizienter Bauweise solle der Markt errichtet werden und neuesten technischen und umweltfreundlichen Aspekten entsprechen, ließ die Edeka-Geschäftsführung anlässlich des Ortstermins in einer Presseinformation wissen. Auch sie betonte noch einmal, dass die verschärfte Rechtsprechung zur erlaubten Größe von Nahversorgern das Bauvorhaben erheblich verzögert und zwischenzeitlich gänzlich gefährdet habe. Die Edeka-Standortentwicklung arbeite nun eng mit der Gemeinde Wedemark zusammen, damit ein Bauantrag gestellt werden könne.

Gebaut werden muss auf der Landesstraße 190 ortsauswärts auch noch eine Linksabbiegespur in das Gewerbegebiet – eine Forderung der Landesbehörde für Straßenbau, zu der dem Bürgermeister kein veränderter Stand bekannt ist. Für die Einrichtung der Spur wird der Investor Edeka aufkommen.

Die Elzer werden im Zuge der neuen Planung den bisherigen zu Edeka gehörenden Discounter NP, ebenfalls an der Walsroder Straße, verlieren. Der Mietvertrag läuft Edeka zufolge aus; NP wird zum Jahresende geschlossen. Das Gebäude wird voraussichtlich Wohnungsbau weichen. Den Mitarbeitern sollen im genossenschaftlichen Unternehmensverbund alternative Arbeitsplätze angeboten werden. In Elze unterhält Edeka außerdem den Netto-Markt als weitere Vertriebsschiene.

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