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Behindertenbeirat setzt Schwerpunkte

Wedemark Behindertenbeirat setzt Schwerpunkte

Mehr Barrierefreiheit im Verkehr, ein Bürgersteig an der Industriestraße zum MTV, inklusives und vor allem sozialverträgliches Wohnen auf dem ehemaligen Bauamtsgelände an der Stargarder Straße - diese Schwerpunkte hat sich nach den Worten von Sprecherin Renate Löhr der Behindertenbeirat für 2016 vorgenommen.

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Diese schematische Darstellung von Formen des Zusammenlebens von Menschen mit und ohne Behinderungen findet Renate Löhr sehr plastisch und gelungen: Draußen (links), ein bisschen drin (rechts) und wirklich drin (Mitte). Für sie kommt nur die letzte Form infrage.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. An der Kreuzung Wedemarkstraße/Industriestraße wünscht sich der Beirat zudem eine Bedarfsampel und einen Überweg und möchte entsprechende Planungen der Gemeinde unterstützen.

Im Schulbereich würde das Gremium die EinrichtInklusion,ung einer Werkstattklasse für Kinder mit einem Faible fürs Werken begrüßen. Sie soll lernschwachen Kindern den Übergang von der Berthold-Otto-Schule zur IGS erleichtern. Besonders für Kinder mit geistiger Behinderung böten solche Klassen die Chance, zum Beispiel feinmotorische Fähigkeiten weiterzuentwickeln, idealerweise zusammen mit nicht behinderten Kindern, sagt Löhr. Das Modell könne grundsätzlich auch auf Sport- oder Musikklassen ausgeweitet werden. „Das würde die Inklusion wirklich stärken“, betont Löhr.

Ihre Bilanz für das vergangene Jahr fällt sehr positiv aus. Ein Höhepunkt in puncto Inklusion sei der Tag der offenen Tür beim Mellendorfer Turn-Verein (MTV) gewesen. Die Anlage sei komplett barrierefrei. An einer vom Behindertenbeirat finanzierten Spezialplatte spielen dort einmal wöchentlich Menschen mit und ohne Behinderung Tischtennis. Gut angenommen fühlt sich die Sprecherin des Behindertenbeirates auch von Politik und Verwaltung sowie den örtlichen Medien. „Das ist wichtig, damit das Thema Inklusion in der Mitte der Gesellschaft ankommt.“ Als offen habe sie auch die Gewerbeverbände und viele Betriebe erlebt, wenn sie für barrierefreie Arbeitsplätze werbe. Nicht zuletzt seien zum Mellendorfer Sonntag eigens behindertengerechte Parkplätze eingerichtet worden.

Auf gutem Weg sieht sie die Verkehrssituation mit barrierefreien Parkplätzen und abgesenkten Übergängen. So sei zum Beispiel am Hufschmiedeplatz in Mellendorf einiges aus dem Weg geräumt und geebnet worden. „Das mögen Kleinigkeiten sein, aber das Thema rückt langsam ins Bewusstsein.“

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