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Konzert im Gedenken an Geigenbauer Karl Montag

Wedemark Konzert im Gedenken an Geigenbauer Karl Montag

Junge Musiker bekommen am Sonntag, 10. April, ab 16 Uhr im Bürgerhaus in Bissendorf eine Bühne. Beim „Konzert ohne Frack“ zeigen ausgewählte Instrumentalisten aus der Region und Norddeutschland ihr Können – im Andenken an den Ausnahme-Geigenbauer Karl Montag aus Bissendorf-Wietze.

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Die junge Geigerin Sandy Schneider aus Meppen tritt am 10. April mit „ihrer“ Montag-Geige auf.

Quelle: privat

Bissendorf. Unter dem Motto „Junge Talente und Freunde musizieren“ veranstaltet die Karl-Montag-Gesellschaft das Musikereignis, bei dem auch das Kammerorchester Concertino Lingen zu Gast ist. Das Ensemble ist schon mehrfach erfolgreich in Bissendorf aufgetreten. Die Gesellschaft stellt bei dem Konzert im Zusammengang mit den Musikschulen Wedemark sowie Isernhagen und Burgwedel mehrere junge Künstler vor. Vor allem werden Geigen des Geigenbauers Karl Montag erklingen.

19 dieser Instrumente hat er gebaut; die unvollendete 20. ist in Bissendorf im Richard-Brandt-Heimatmuseum ausgestellt. Im Kavaliershaus sind Montag zwei Räume gewidmet - dank der Gemeinde Wedemark . Dort hängt auch ein von dem vielseitigen Künstler gemaltes Portrait des Meistergeigers David Oistrach. „Die Montag-Geige klingt gut, weich, ausgeglichen und genügend stark; der Ton ist hervorragend und edel“ hatte dieser legendäre Geiger Karl Montag zu seiner erfolgreichen Arbeit beglückwünscht.

Dabei konnte Montag erst mit 40 Jahren seinen Traum verwirklichen und sich ganz dem Geigenbau widmen. Er zog sich vom normalen Leben zurück und bewohnte unter ärmlichen Bedingungen eine spartanische, kleine Wohnung in Bissendorf-Wietze. In seiner Geigenbauwerkstatt dort arbeitete er daran, an die Traditionen der italienischen Geigenbauer des 17. und 18. Jahrhunderts anzuknüpfen. Dort und später in Warpe bei Nienburg schuf das „verkannte Genie“ pro Jahr eine Geige.

Das Konzert am Sonntag präsentiert ein Programm von Klassik bis Tango: Es erklingen unter anderen Werke von Purcell, Händel, Gluck, Schubert, Bernstein und Jenkins. In der Veranstaltung werden einige der Montag-Geigen vorgestellt. Der Karl-Montag-Gesellschaft stehen im Moment drei Instrumente zur Verfügung, die ständig an junge Musiker ausgeliehen werden.

Im Anschluss lädt die Karl-Montag-Gesellschaft zu einem Sektempfang ein. Die Gäste können sich auch auf den kurzen Weg ins benachbarte Museum machen. Am Sonntag hat dort außerdem eine neu installierte Videoanlage ihre Premiere.

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Als verkanntes Genie gilt der Geigenbauer Karl Montag, der zurückgezogen in Bissendorf-Wietze lebte.

Quelle: privat
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