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Aus Buhlemanns Haus schauen Beine heraus

Bissendorf Aus Buhlemanns Haus schauen Beine heraus

In den Räumen des Imago Kunstvereins Wedemark im Bürgerhaus in Bissendorf wird am Sonntag, 6. September, die nächste Ausstellung eröffnet. Eine siebenköpfige Künstlergruppe aus Hannover will sich präsentieren.

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Barbara Steinmeyer bemächtigt sich einer Kindheitserinnerung auf künstlerischem Weg: Sie hat dieses Eisenhaus-Objekt mit Gipsbeinen gebaut. Im Hintergrund Bilder von Dagmar Brand.

Quelle: Kallenbach

Wedemark. Öl und Wachskreide, Eisen und Gips, Polyester und eingelegtes Springkraut - wer eine solche Ansammlung von inspirierenden Materialien und künstlerischer Bearbeitung auf sich wirken lassen möchte - nur zu: Die alles dies bündelnde Ausstellung „Zurück auf Start“ wird am Sonntag, 6. September, um 12 Uhr im Imago Kunstverein Wedemark eröffnet. Der Titel verweist nicht auf die Melange, die in der Schau anzutreffen ist, sondern auf einen Neustart der vertretenen Künstler als Gruppe.

Sieben sind es jetzt, deshalb der Name Gruppe 7.0. Drei von ihnen waren schon die ursprüngliche Gruppe 7, die sich aufgelöst hatte: Dagmar Brand, Rolf Sextro und Barbara Steinmeyer. Nun haben sie sich in erweiterter Besetzung neu gefunden, alle Künstler leben und arbeiten in Hannover. „Wir haben zuletzt viele Künstler aus anderen Städten bei uns gehabt, deshalb jetzt Hannover“, erläutert Brigitte Maaß-Spielmann aus dem Imago-Vorstand.

Einige Namen aus der Gruppe 7.0 werden Imago-Besucher schon aus früheren Ausstellungen kennen. Pflanzliche „Einwanderer“ hat Rolf Sextro präpariert; er zeigt Wurzeln des Indischen Springkrauts im Glas. Gruselig? Dann aber auch diese Gipsbeine, die aus einem Eisenhaus heraushängen. „Buhlemanns Haus“ ist dies - eine Objekt gewordene Geschichte von Theodor Storm. „Meine Oma hat sie uns immer vorgelesen“, erzählt Barbara Steinmeyer, die so eine Erinnerung endlich bewältigt hat - als Künstlerin.

Mit Wachskreide und Öl gestaltet Dagmar Brand großformatige Bilder. In den Landschaften verschwimmt, was darin stehend oder liegend sich verortet oder sich bewegt. Und was, so drängt es sich dem Betrachter auf, möchte denn er selbst optisch verorten?

Hin und her schieben lassen sich auch die Anzug-Figuren in der Ausstellung, leichtgewichtige Plastiken von Ulrike Enders. Die Künstlerin modelliert in mehreren Arbeitsschritten die Formen aus Gips und Polyester. Bei der Einrichtung einer Gruppenausstellung sind sie einfach zu stellen - es ist ja nicht so, dass Künstler nicht auch die Vorzüge des Praktischen bedenken.

Der Eintritt zur Vernissage und zur Ausstellung selbst bis 18. Oktober ist frei. Die Ausstellung bei Imago, Am Markt 1, ist dienstags bis freitags von 11 bis 13 und 15 bis 18 Uhr geöffnet, sonnabends von 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr sowie sonntags von 15 bis 17 Uhr. Auch während des Bissendorfer Sonntags am 27. September steht die Ausstellung von 12 bis 17 Uhr offen. Am Dienstag, 29. September, ist sie geschlossen. Bei der Finissage am 18. Oktober von 15 bis 17 Uhr können Besucher mit den Künstlern ins Gespräch kommen.

Von Ursula Kallenbach

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