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Ortsrat wird sein Geld nicht los

Wedemark Ortsrat wird sein Geld nicht los

Beim Ortsrat Bissendorf ist noch was zu holen. Tatsächlich: Gruppen und Vereine fragen nicht so viele Zuschüsse ab, wie sie bekommen könnten. Tausende Euro stehen still. Was ist da los?

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Quelle: Kallenbach

Bissendorf. Die neueste und einzige Anfrage bisher in diesem Jahr hat eine Seniorengruppe gestellt, die wegen der anstehenden Sanierung aus dem Amtshaus in Bissendorf ausziehen musste. Andere Gruppen und Vereine haben keine Projekte angemeldet, auch im Vorjahr schon kaum. Die Seniorengruppe kümmert sich um Gedächtnistraining – ein gutes Stichwort offenbar auch für die vielen anderen Vereine und Einrichtungen, die sich nicht melden.

„Wir haben 4380 Euro Jahresetat zur Verfügung. Damit könnten wir wichtige Vorhaben unterstützen“, sagt Ortsbürgermeisterin Susanne Brakelmann. „Wir könnten viel geben, aber uns fragt keiner.“ Den gleichen Betrag hüten sie und ihr Stellvertreter, Reinhard Fischer, noch einmal „auf Halde“ vom Vorjahr. Aber eigentlich wollen sie es gar nicht.

Rein rechnerisch erhalte der Ortsrat Bissendorf 86 Cent je Einwohner, die sogenannten Ortsratsmittel aus der Gemeindekasse, verdeutlicht Brakelmann. „Dafür kämpfen wir auch.“ Denn es gebe von einer Sitzbank im Dorf über Bücher und Geräte für die Schule bis zu Unterstützung für Veranstaltungen im Dorf bekanntlich doch jede Menge finanzielle Löcher zu stopfen. „Mit unseren Hilfen wollen wir auch einen Dank zurückgeben an die vielen Aktiven, die etwas im Ort bewegen“, betont die Ortsbürgermeisterin.

Bewusst habe sich der Ortsrat vor Jahren vom Gießkannenprinzip abgekehrt – Beträge mal hier und da streuen. Gewünscht ist, dass Einzelprojekte angemeldet werden. „Wir wollen doch wissen, was wir fördern“, erklären die Ortsratsvertreter.

Sie sind sicher, dass der Bedarf da ist. Zwei Gründe scheinen den Fluss zwischen Geben und Nehmen zu stören. „Wir sind in Bissendorf in einer komfortablen Situation, dass viele große Vereine Veranstaltungen eigenständig organisieren“, sagt Brakelmann. Aber die Vermutung: In Vereinen wechseln auch mal die Vorstände. „Und vielen ist die Möglichkeit, über den Ortsrat zu gehen, vielleicht nicht mehr geläufig.“ Andererseits fehle den Ortsratsmitgliedern auch die direkte Vernetzung. „Wir spielen nicht Fußball, und wir haben kein eigenes Kind mehr in der Schule“, führt Brakelmann an. „Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Schule zum Beispiel nichts brauchen kann. Wir wünschen uns einfach den neuen Input von den Aktiven.“

Seniorenweihnachtsfeier, Schützenfeste, DLRG – Posten, die der Ortsrat einplant. Aber neue Anträge? Zur Erinnerung: Das Ohr ist offen bei Susanne Brakelmann, Telefon (05130) 8203, E-Mail sbrakelmann@t-online.de, sowie bei allen Ortsratsmitgliedern.

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