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Boden und Holz im Moor sind bewertet

Wedemark Boden und Holz im Moor sind bewertet

Was können die Mooreigentümer im Projekt Hannoversche Moorgeest für ihre Flächen erzielen und was ist ihr dort aufgelaufener Holzbestand wert? Die Ergebnisse der Wertermittlung im laufenden Flurbereinigungsverfahren liegen im Rathaus in Mellendorf noch bis Donnerstag, 3. Dezember, öffentlich aus.

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Das Schwarze Moor in Heitlingen an der Grenze zur Wedemark soll wieder vernässt und damit renaturiert werden, damit der große, unnatürliche Baumbestand wieder zurückgeht.

Quelle: Kühn

Wedemark. Etwa 900 Eigentümer sind in den vier Hochmooren betroffen, die in dem EU-geförderten Klima- und Naturschutzprojekt wiedervernässt werden sollen: Resser Moor, Bissendorfer Moor, Helstorfer und Otternhagener Moor. Für die Arbeiten - es sollen etwa 55 Kilometer Moordämme gebaut und 16,5 Kilometer Entwässerungsgräben umgestaltet werden - müssen zuvor in einem Flurbereinigungsverfahren die Flächen gesichert werden. Die Eigentümer können entscheiden, ob sie verkaufen oder möglicherweise Flächen tauschen wollen; sie können auch Gestattungsverträge abschließen und die geplante Renaturierung dort erlauben.

Das Projektgebiet umfasst insgesamt 2243 Hektar und tangiert mehrere Kommunen. Die Projektlaufzeit ist bei einem Budget von über 11 Millionen Euro auf elf Jahre angesetzt, die jetzt anstehende Flächensicherung ist darin ein erheblicher Kostenfaktor. Wie hoch die Summe insgesamt sein wird, ist bisher nicht bekannt.

Die öffentliche Auslegung im Rathaus geht einem Anhörungstermin voraus, zu dem die Beteiligten des Verfahrens eingeladen sind: Im Moorinformationszentrum (Mooriz) in Resse können sie am Donnerstag, 3. Dezember, ab 14 Uhr Einwendungen gegen die Ergebnisse der Wertermittlung für die betroffenen Verfahrensgrundstücke vorbringen. Landwirte gehören in großer Zahl zu den beteiligten Flächeneigentümern, aber auch Kommunen, die Landesforsten, Kirchen, Naturschutzverbände und viele andere.

Wenig umstritten werden die genannten Bodenrichtwerte sein; das Gutachten hat die Finanzbehörde erarbeitet. Dem Vernehmen nach geht es um etwa 20 Cent je Quadratmeter. Schwieriger zu ermitteln waren die Bewertungsklassen für den Holzbestand; dieses Gutachten ist von der Landwirtschaftskammer erstellt. Mit zu bewerten war dabei, welcher Aufwand angerechnet werden muss, um die Bäume quasi per Hand ohne schwere Traktoren aus den geschützten Moorgebieten herauszuholen. Ob sie mit den unterschiedlich angesetzten Preisen unter einem Euro pro Quadratmeter für ihre Holzbestände einverstanden sein wollen - die Eigentümer können es im Zweifel am Donnerstag monieren. Mitarbeiter des Amtes für regionale Landesentwicklung geben vor Ort Auskunft zu dem Verfahren, außerdem sind sie von Dienstag, 1. Dezember, bis Donnerstag, 3. Dezember, zwischen 9 und 12 Uhr, am Dienstag auch noch von 13.30 bis 18 Uhr und am Mittwoch von 13.30 bis 16 Uhr im Feuerwehrgerätehaus in Resse zu sprechen.

Von Ursula Kallenbach

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