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Dachstuhlbrand macht Haus unbewohnbar

Brelingen Dachstuhlbrand macht Haus unbewohnbar

Innerhalb weniger Stunden hat ein Brand am Donnerstag ein Einfamilienhaus im Brelinger Neubaugebiet Hinter Kuhls Garten wohl dauerhaft unbewohnbar gemacht. Elf Feuerwehren waren im Einsatz, dazu Polizei und Rettungsdienst. Menschen kamen nicht zu Schaden. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 300.000 Euro.

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Nicht nur das Dach ist durch den Brand zerstört - der Schaden betrifft das ganze Haus.

Quelle: Kallenbach

Wedemark. Mehrere Nachbarn hatten kurz nach 15 Uhr über den Notruf Einsatzkräfte verständigt. sie hatten starken Rauch im Dachstuhl bemerk. Die Bewohner waren kurzzeitig abwesend, als das Feuer ausbrach und die ersten Feuerwehren eintrafen. Der Dachstuhl stand voll in Brand. Von den Nachbarn informiert, kehrten die Bewohner noch während des Einsatzes zu ihrem Haus zurück. Bis in den späten Abend blieben Feuerwehrkräfte vor Ort.

Die Brandermittler des Zentralen Kriminaldienstes aus Hannover brauchten für ihre Untersuchungen am Brandort gestern nur kurze Zeit, um die Ermittlungen abzuschließen. „Sie gehen von einem technischen Defekt im Dach als Ursache für das Feuer aus“, teilte Polizeisprecher Sören Zimbal auf Nachfrage mit. Ob der Defekt durch die Solaranlage auf dem Dach ausgelöst wurde, bleibt unklar. Klar ist allerdings: „Das Haus wird nicht mehr bewohnt werden können“. Passanten in der Straße wussten gestern zu berichten, die Bewohner seien bei Verwandten in der Nachbarschaft untergekommen.

Zunächst hatte die Polizeidirektion Hannover von einer brennenden Fotovoltaikanlage zur Stromproduktion gesprochen. Doch handelte es sich bei der großflächigen Anlage um Solarthermie-Elemente zur Warmwassererzeugung, wie Gemeindefeuerwehrsprecher Benjamin Meyer am Freitag klarstellte. „Insofern war auch keine Gefährdung durch Strom zu erwarten“, erläuterte er. „Trotzdem sind auch durch die Solarthermie-Anlage große Probleme aufgetreten. Da diese Anlagen gegen Windsog entsprechend an der Dachkonstruktion befestigt sind, ist das Entfernen einer solchen Anlage nur sehr schwer möglich. Daher konnten wir die Glutnester im Dachbereich kaum und größtenteils nur von innen erreichen“ verdeutlichte er. Dazu mussten zahlreiche Atemschutzgeräteträger die Dachfläche von innen öffnen; nur im First gab die Dachhaut von außen den Zugang frei.

Zu den elf Ortsfeuerwehren, die im Laufe des Einsatzes bei erhöhter Alarmstufe angerückt waren, gehörten auch die Drehleiterwagen aus Mellendorf und Langenhagen. Von oben wurde mit Wasser und später mit Schaum gelöscht. Zwar hatten die zuerst eingetroffenen Feuerwehren aus Brelingen, Negenborn und Mellendorf den Vollbrand in der Dämmebene des Hauses bald unter Kontrolle, aber immer wieder drang Qualm aus dem Dach und erforderte erneutes Eingreifen. Das Löschwasser in diesen Mengen musste teils über lange Schlauchleitungen beschafft werden. Insgesamt waren 120 Aktive im Einsatz; die letzten verließen die Einsatzstelle gegen 23 Uhr.

Die Umleitungen in der Wedemark hätten den Feuerwehren bei diesem Einsatz nicht dramatisch zu schaffen gemacht, betonte der Feuerwehrsprecher. Wegen der gesperrten Landesstraße im Zuge der Ortsdurchfahrt Brelingen mussten auch die aus Richtung Mellendorf anrückenden Feuerwehren die Umleitungsstrecken nutzen. Aber die Anfahrtzeiten seien nur wenig länger gewesen, sagte Zimbal. „Da die Feuerwehr Brelingen zügig vor Ort war und erste Maßnahmen ergriffen hat, kann man hier nicht von Problemen sprechen.“ Grundsätzlich werden die Feuerwehren im Vorfeld über Straßensperrungen informiert und sind so auf diese Situation eingerichtet.

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Immer wieder dringt Qualm aus dem Dach.

Quelle: R
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