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Bürger fordern ihr Licht zurück

Negenborn Bürger fordern ihr Licht zurück

Endlich wieder Licht und damit Sicherheit fordern die Negenborner für ihre Straße Im Mekhof. Und damit gehen sie jetzt auf die Straße. Etwa 200 Unterschriften hat eine Initiative schon gesammelt - auch in dieser Woche liegen die Listen beim Bäcker im Dorf aus.

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Jessica Schneider (von links), Heinz Dehne und Rita Hermann nehmen das örtliche Laternenprojekt federführend in die Hand.

Quelle: Kallenbach

Wedemark. Zur dunkelsten Jahreszeit im Vorjahr baute die Gemeinde die vorhandene, teils tatsächlich marode Straßenbeleuchtung ab. Seither liegen etwa eineinhalb Kilometer asphaltierte Straße zwischen zwei Teilen Negenborns - Ort und Siedlung Hühnerberg - im Dunkeln. Die Initiative setzt jetzt auf einen zugesagten Ortstermin mit der Gemeinde.

Die Verwaltung versteift sich darauf, dass dies eine Straße im Außenbereich sei, für die sie zu einer Straßenbeleuchtung nicht verpflichtet sei. Doch die betroffenen Negenborner argumentieren vehement mit der Sicherheit auf dieser Strecke, die sowohl täglicher Schulweg für viele Kinder aus der Siedlung sei als auch stark frequentierte Strecke für Spaziergänger - Radler, Jogger und Reiter trifft man dort zu allen Tageszeiten. Als ihre örtliche Sport- und Fitnessarena gar betrachten Sportgruppen den Rundkurs.

„Es ist einfach zu gefährlich dort. Wenn sie uns schon kein Licht geben, dann müsste ein gesonderter Fuß- und Fahrradweg gebaut werden“, stellt Rita Hermann fest. Sie und Heinz Dehne sind mit ihren Grundstücken direkte Anlieger auf der Hälfte der Strecke. In der Siedlung Hühnerberg, argumentiert die Initiative, und entlang der ganzen Straße wohnten zudem zahlreiche Familien mit vielen Kindern, die alle zum Sport, zur Musikschule oder zu Freunden fahren müssen und den Mekhof zu Fuß bis zur Bushaltestelle oder per Fahrrad benutzen. Auch alte und eingeschränkte Menschen seien gefährdet.

„Die Verkehrssicherheit ist nicht geben. Im Prinzip sind Autofahrern 100 Stundenkilometer erlaubt. Es gibt auch Raser, die dort den Weg zwischen den Ortsteilen Brelingen, Negenborn und Resse als Abkürzung nehmen“, führt Hermann an. „Die Straße geht nicht nur ins Feld, sie ist eine Durchgangsstraße.“ Die Strecke werde, weil über GPS ausgewiesen, auch regelmäßig von Handwerksbetrieben und Gewerbe, Lieferanten und Kunden in Anspruch genommen. Große landwirtschaftliche Fahrzeuge führen - in der Erntezeit Tag und Nacht - über den Mekhof zu ihren Feldern. Fußgängern und Radlern bleibe nur der Weg auf die matschigen Seitenränder. „Das ist lebensgefährlich“, stellen Hermann und Dehne fest. Nicht einmal 27 000 Euro würden die Erneuerung der Beleuchtungsanlage und ein neuer Anschluss kosten, sagen die Initiatoren und fordern: „40 Jahre hatten wir Straßenlaternen. Wir wollen sie auch weiterhin haben!“ Zumal: Die sich anschließende Straße Haselhorn bis zur Landesstraße sei beleuchtet.

Von Ursula Kallenbach

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