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Bürger sorgen sich um Wert ihrer Grundstücke

Bissendorf-Wietze Bürger sorgen sich um Wert ihrer Grundstücke

Die Wählergemeinschaft Bürger für die Wietze (BfW) befürchtet den massiven Wertverlust der Wohngrundstücke in Bissendorf-Wietze. Deshalb fordert sie die Bewohner in einem Flyer auf, gegen die ausliegenden Bebauungspläne für das Gebiet (siehe Text rechts) schriftlich Einwände zu erheben.

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Herbe Kritik an den Bebauungsplänen äußern Manfred Kleinke (links) und Herbert Exner.

Quelle: Ursula Kallenbach

Wedemark. Jedes Grundstück werde so eingeschränkt, dass künftig kaum noch bauliche Erweiterungen möglich seien, führen der BfW-Vorsitzende Manfred Kleinke und der BfW-Ortsratsvertreter Herbert Exner an. „Das ist doch asozial: Warum darf kein Sohn mehr auf Vaters Grundstück von 1800 Quadratmetern bauen?“, sagt Kleinke. Er meint, dass die meisten Bissendorf-Wietzer in dieser Kritik hinter ihm stehen.

Für die BfW sei das Ziel, den Bewohnern klar zu sagen, was auf sie zukomme. „Ich rechne damit, dass der Gemeinderat die Bebauungspläne durchzieht, und dann wird der Klageweg beschritten werden“, kündigte er in einem Pressegespräch an. „Auch künftige Streitereien gehen nur noch über Gerichte“, bekräftigte Exner.

Hohe Verluste im Verkaufsfall und höhere Unterhaltungskosten für die Grundstücke seien für die Hauseigentümer dort vorhersehbar. So würden auch Neuanpflanzungen in den Plänen vorgeschrieben. „Insgesamt muss ein Grundstück künftig auf bis zu 40 Prozent der Fläche mit heimischen Bäumen und Büschen bepflanzt sein“, zitiert der Flyer eine neben vielen weiteren Einschränkungen infolge der Bebauungspläne.

„Alle Grünfestsetzungen müssen raus“, fordert Kleinke. „Die Bürger haben selbst doch auch etwas gemacht. Muss man da noch den Stempel des B-Plans draufhauen?“ In der ganzen Gemeinde Wedemark gebe es keinen Plan mit solchen Festsetzungen, moniert die BfW. Zudem seien die Eigentümer nicht aufgeklärt worden.

Unverständlich sei, dass keine große Gemeinderatsfraktion sich zu der Überplanung bekannt habe, sagt Kleinke. Der Ortsrat - 2011 gegründet - habe bis zum Schluss Änderungen gewünscht. Doch: „Alle Forderungen sind ein Jahr lang weggebügelt worden“. Auch habe sich nie der Bürgermeister oder der Leiter des Baufachbereichs im Fachausschuss sehen lassen.

Die Gemeinde greife in die Grundstücke ein. Insofern werde die Politik nicht darum herum kommen, die Pläne zu ändern, hält Kleinke fest. Denn die Kommune werde entschädigungspflichtig werden. „Der Bebauungsplan macht die Grundstücke schlechter.“

Auslegung endet am 22. Januar

Die in der BfW zusammengeschlossenen Bürger für die Wietze haben über mehrere Tage Informations-Flyer in Bissendorf-Wietze verteilt. Darin geht es um die öffentliche Auslegung der Bebauungspläne 04/105 (Ahornweg/Fichtenweg/Landwehrwiesen), 04/106 (östlich Natelsheideweg), 04/106 A (östlich Natelsheideweg, Südteil) und 04/107 (Am Wietzestrand/Bussardweg). In dem Flyer ist jedoch fälschlich als Ende der Auslegungsfrist der 12. Januar angegeben. Darauf weist BfW selbst hin. Die öffentliche Auslegung der Planentwürfe für Bissendorf-Wietze endet am 22. Januar. Der BfW-Vorsitzende Manfred Kleinke bietet betroffenen Anwohnern kostenfreie Beratung an. Auf der Interseite der Gemeinde Wedemark, wedemark.de, finden Interessierte die Pläne mit ihren Begründungen unter „Bauen & Wohnen“ und dann unter „Aktuelle Planungen“.

Von Ursula Kallenbach

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