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Wohnungseinbrüche beschäftigen auch Berlin

Wedemark Wohnungseinbrüche beschäftigen auch Berlin

Wohnungseinbrüche machen der Polizei Wedemark weiterhin zu schaffen wie auch Bandenkriminalität. Mit Flüchtlingen gibt es in der Wedemark hingegen absolut keine Auffälligkeiten, wie die Polizeispitze jetzt bei einem Besuch des Bundestagsabgeordneten Hendrik Hoppenstedt berichtete.

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Kommissariatsleiter Klaus Waschkewitz (von links) empfängt den Bundestagsabgeordneten Hendrik Hoppenstedt zusammen mit dem Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes, Kai-Uwe Bebensee, und Einsatzleiter Peter Wengler.

Quelle: Kallenbach

Wedemark. „Ich habe drei Jahre gebraucht, um herzukommen – eigentlich unverzeihlich“, befand der CDU-Bundestagsabgeordnete Hendrik Hoppenstedt in der Polizeidienststelle in Mellendorf in seinem Wahlkreis. Die Themenliste, die er mit Kommissariatsleiter Klaus Waschkewitz abarbeitete, scheint im ersten Teil vor allem für die Polizeibeamten bedeutsam: Aufgaben in der Dienststelle, Ausstattung, Fuhrpark, Nachwuchsgewinnung, Karrieremöglichkeiten, Vereinbarkeit von Beruf und Familie im polizeilichen Schichtdienst. Aber kein Zweifel: Funktioniert eine Stellschraube nicht, ist die Polizei nicht voll einsatzbereit. Hoppenstedt, als Abgeordneter im Rechtsausschuss des Bundestages, wollte es wissen.

Wohnungseinbrüche seien ein Massenphänomen geworden. „Das beschäftigt uns auch in Berlin“, betonte Hoppenstedt. Einerseits werde überlegt, mehr Geld als Anreiz für den Einbau von Sicherheitseinrichtungen an Häusern bereitzustellen. Andererseits sei in der Diskussion, die Strafandrohung so zu verändern, dass Verfahren nicht mehr eingestellt werden könnten – vom Delikt zum Verbrechen.

20 Prozent Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen niedersachsenweit nannte der Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes, Kai-Uwe Bebensee. Organisierte Bandenstrukturen spielten beim Wohnungseinbruch wie auch beim schweren Diebstahl speziell hochwertiger Waren inzwischen eine erhebliche Rolle. Insofern, so Bebensee, wäre eine Verschärfung der Strafen aus polizeilicher Sicht gutzuheißen. Erneut forderte die Polizeispitze aber auch die Wedemärker Bürger auf, einfache Beobachtungen an ihrem Zuhause, die zum Beispiel auf das Auskundschaften durch Einbrecher hindeuteten, der Polizei unter der Rufnummer 110 umgehend zu melden. „Alle Hinweise werden zentral gesammelt und helfen weiter“, betonte Waschkewitz.

„Wir hatten keine verstärkten Einsätze, nicht einmal an den Flüchtlings-Sammelunterkünften in Bissendorf und Mellendorf“, berichtete Peter Wengler. Der Einsatz- und Streifendienstleiter gab auch in diesem Gespräch wie schon früher klar Entwarnung zum Thema Kriminalitätsanstieg durch Flüchtlinge in der Wedemark. Die direkte Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung könnte besser nicht sein, auch die Kontakte zu den Betreibern in den Hallen seien gut. „Notfall-Hotlines haben wir nicht einmal gebraucht“, betonte Waschkewitz.

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