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Brechanlage für Bauschutt soll umziehen

Wedemark Brechanlage für Bauschutt soll umziehen

Darf die Firma Butenhoff Bauschutt statt in Brelingen künftig in Mellendorf zerkleinern? Diesen Prüfauftrag will die CDU-Ratsfraktion am Donnerstag im Ausschuss für Planen und Bauen einbringen.

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Ob Bauschutt wie dieser künftig in Mellendorf statt in Brelingen zerkleinert werden darf, will die CDU-Ratsfraktion prüfen lassen.

Quelle: Pilick (Symbolbild)

Brelingen/Mellendorf. Die öffentliche Sitzung beginnt am Donnerstag, 25. Februar, um 20 Uhr im Bürgersaal des Bürgerhauses Bissendorf, Am Markt 1. Hintergrund der Überlegungen ist zum einen der stete Ärger zwischen Firma und Brelingern um die Arbeit einer mobilen Anlage, die zweimal jährlich für jeweils zehn Tage anrückt und jeweils 10 000 Tonnen Material zerkleinern darf. Zum anderen würde das Unternehmen selbst viele Wege durch Mellendorf und Brelingen sparen, wenn es Schutt im westlichen Teil seines Geländes an der Brelinger Straße in Mellendorf verarbeiten dürfte, erläuterten die Ratspolitiker Rudi Ringe, Holger Bleich und Susanne Brakelmann in einem Pressegespräch. Die Lastwagen fahren und führen ohnehin an der Mellendorfer Grube vorbei, geben sie zu bedenken. Auch die Fahrwege von Radladern würden verringert, da diese in Mellendorf ohnehin zur Verfügung stehen.

Das bestätigte Unternehmer Gerd Butenhoff auf Nachfrage. Schon jetzt führt der Anfahrtsweg seiner Lastwagen nicht mehr durch Ortsteile von Mellendorf, weil das Unternehmen vor Kurzem seinen Hauptsitz von Hellendorf ins Gewerbegebiet Bissendorf verlegte.

Butenhoff wie auch die CDU weisen darauf hin, dass die Fläche in Brelingen aber weiterhin als Zwischenlager gebraucht wird. Umziehen soll gewissermaßen nur die Brechgenehmigung von einem Standort zum anderen. An den bisher genehmigten Brechzeiten und -mengen soll sich nichts ändern.

In Mellendorf sehe man zudem einen lärmtechnischen Vorteil, sagt die CDU. Während die Anlage in Brelingen auf einer Anhöhe steht, so dass Lärm und Staub sich besonders weit ausbreiten können, würde sie in Mellendorf in etwa sechs Meter Tiefe aufgestellt. Die Böschung würde viel Schutz bieten. Der Abstand zu Wohnhäusern sei dort größer als in Brelingen. Für die Mellendorfer am Kickersberg seien kaum Beeinträchtigungen zu erwarten.

Für den Umzug nach Mellendorf wäre allerdings erforderlich, eine bereits renaturierte Fläche auf dem Butenhoff’schen Sandgrubengelände in eine Gewerbefläche umzuwandeln. Dies könne zu größeren Ausgleichsansprüchen führen, da die Fläche als hochwertig einzustufen sei, sagte Bleich. Gleichwohl würden sowohl die Wedemärker Einwohner als auch das Unternehmen Butenhoff bei der Verlagerung etwas gewinnen, meinen die Politiker.

Weiter Themen im Ausschuss

Pläne für eine Erweiterung des Gewerbegebietes Bissendorf und die Umwandlung des Wennebosteler Gewerbegebietes Krähenberg in ein Wohngebiet stehen ebenfalls zur Diskussion im Ausschuss für Planen und Bauen. Deshalb tagt dort zeitgleich der Ortsrat Bissendorf. Vor der Sitzung können Besucher Fragen stellen.

Der Ausschuss berät zudem über Pläne der Gemeinde in Hellendorf, am Mellendorfer Kirchweg nicht nur den Bauhof der Gemeinde unterzubringen, sondern auch sozialen Wohnungsbau sowie Unterkünfte für Flüchtlinge zu ermöglichen. Einbezogen werden soll die bisherige Erweiterungsfläche für den Friedhof, die die Gemeinde nicht mehr für diesen Zweck braucht. Im Ortsrat wurden diese Pläne bereits vorgestellt.

Für Berkhof berät der Ausschuss über Pläne, gegenüber vom Rewe-Kühllager eine weitere riesige Halle für einen Logistikunternehmen zu errichten. Mittlerweile liegt dazu ein Verkehrsgutachten vor, nach dem weder eine Abbiegespur auf das Gelände noch eine Ampel notwendig sind, um den Verkehr flüssig zu halten.

Im Ortskern von Mellendorf soll die Kita Allerhop 23 vergrößert werden. Die Politiker beraten deshalb über die Änderung des Bebauungsplanes „Auf dem Kreuze“, weil eine derzeit geschützte Grünfläche bebaut werden soll.

Thema der Sitzung sind außerdem Änderungen der Baumschutzsatzung in Bissendorf-Wietze und nicht zuletzt ein Konzept zur Verteilung von Wertstoffsammelplätzen im Gemeindegebiet einschließlich Regeln für das Aufstellen von Wertstoffsammelbehältern.

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