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Jugendgästehaus der Region eröffnet neu

Wedemark Jugendgästehaus der Region eröffnet neu

Schulklassen und Gruppen mussten seit Ende 2015 draußen bleiben. Das Jugend- und Gästehaus der Region in Gailhof mit dem Team Jugendarbeit hat jugendlichen Flüchtlingen Unterkunft und Betreuung gegeben. Ende September wird wieder eröffnet mit einem Tag der offenen Tür.

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So sieht es zurzeit in den meisten Räumen im Gästehaus in Gailhof aus, zeigt Matthias Nack.

Quelle: Kallenbach

Gailhof. Auch geplante Renovierungsarbeiten fielen für die Betreuungssituation aus. Jetzt aber belegen Handwerker alle Räume.

Teamleiter Matthias Nack ist zuversichtlich: Schon liegen zahlreiche Buchungen für die Herbstferien und teils bis ins Frühjahr 2017 vor. Das Jugend-, Gäste- und Seminarhaus wird die Gruppen mit einem neu verlegten Boden im Empfangsraum begrüßen, Flure und Zimmer erhalten derzeit Anstriche. Zu der „nachhaltigen Modernisierung“ in Haus 1, 2 und 3 gehören auch Energie sparende Deckenleuchten, Elektroarbeiten, Wandverkleidungen und die Installation eines Blockheizkraftwerks (BHKW).

Um zu renovieren und den Sanierungsstau einzuholen, gibt die Region Hannover 235.000 Euro aus. Davon werden 45.000 Euro benötigt, um das Inventar zu ergänzen oder instand zu setzen. Immerhin wurden die Räume und Möbel statt als Gästehotel über ein halbes Jahr als stationäre Jugendhilfeeinrichtung für die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge genutzt – und höher beansprucht. Das kleine hauseigene Kraftwerk (BHKW) ist in dem Kostenansatz nicht enthalten.

Mit dem 15. Juli endete der Betrieb der Jugendhilfeeinrichtung. Insgesamt haben 80 der ausländischen Jugendlichen nach ihrem Ankommen diese erste Station durchlaufen. „Zum Schluss sind noch 15 Jugendliche bei uns gewesen und dann weitergeleitet worden“, berichtet Nack.

Für das Rundumpaket an pädagogischen Hilfen, Lerneinheiten und Freizeitangeboten, so der Teamleiter, sei der Mitarbeiterstamm der Region vor Ort auf 40 verdoppelt worden. Viele Fachkollegen aus der Region seien kurzentschlossen und mit großem Engagement in die 24-Stunden-Arbeit auf Zeit eingestiegen. Aber auch die Hilfen von Vereinen, Ehrenamtlichen und Polizei wurden schließlich angemessen gewürdigt: „Wir haben zum Abschluss dieser Zeit gemeinsam ein kleines Fest gefeiert."

Auch als Zeitpuffer für das Team sieht der Leiter die Zeit der Renovierung zwischen Juli und September. „Wir haben jetzt eine Phase, wo wir wieder Luft schnappen können“, sagt Nack. In der vergangenen Woche hat sich das wieder auf die 20 Mitarbeiter zurückgefahrene Stammteam in eine Klausurtagung begeben. Nicht zuletzt mit den Erfahrungen, die sie mit den jugendlichen Flüchtlingen gemacht haben, wollten die Mitarbeiter eine Standortbestimmung vornehmen und ihr künftiges Konzept entwickeln. „Aus der Integration der Flüchtlinge entstehen neben allen anderen Aufgaben Anforderungen an die Jugendarbeit“, verdeutlicht der Teamleiter. Ihr Jahresprogramm 2017 legen die Jugendpädagogen Ende dieses Jahres vor.

Auf dem Gelände bleibt eine ausgelagerte Betreuung unbegleiteter geflüchteter Jugendlicher noch länger bestehen. Die Region hat dort einen Neubau errichtet, der jeweils mit zwei Wohngruppen belegt ist. Das Stephansstift aus Hannover hat es auf drei Jahre gemietet und betreibt die Betreuung.

„Danach soll das Gebäude in unseren Seminarbetrieb übergehen – so ist es strategisch vorgedacht“, verdeutlicht Nack. Insofern sei das Haus mit Hotelcharakter gebaut und eingerichtet, jedes Zimmer mit eigener Sanitäreinheit.

Zum Regionsentdeckertag am Sonntag, 4. September, können sich Besucher auf ein großes Kinderfest auf dem Außengelände des Jugendgästehauses freuen.

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