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Viele nehmen 
am liebsten 
zwei Wochen

Wedemark Viele nehmen 
am liebsten 
zwei Wochen

Eine Woche im Sommercamp ist vorüber: Aus der Ferienbetreuung der Jugendpflege der Gemeinde Wedemark verabschieden sich die ersten von 40 angemeldeten Kindern. Der größte Teil bleibt zwei Wochen, sieben Familien hängen eine dritte an. Für die berufstätigen Eltern ist das Programm eine Riesenentlastung.

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Ellen Bruns hilft Cora (links) aus Bissendorf und Alice aus Bissendorf-Wietze beim Basteln.

Quelle: Ursula Kallenbach

Mellendorf. Von 9 bis 10 Uhr beginnt der Tag in der Frühstücksstunde gemeinsam, dann verteilen sich die Jungen und Mädchen, wollen draußen spielen, basteln oder Sport machen. Das Camp wird erstmals auf dem Schulcampus in Mellendorf organisiert, da die Jugendhalle in Mellendorf weiter von Flüchtlingsfamilien bewohnt ist.

Im Schulzentrum ist der Gruppenraum der Ganztagsschule zum Spielbereich umfunktioniert, in der Wedemark-Halle gegenüber gibt’s Sport, in der Cafeteria dort ist der ganze große Bastelnachschub aus Holz, Pappe und Papier, bunten Steinen und Perlen, Farben und Stiften, Lichterketten, Bilderrahmen und Holzbrettchen für den Bedarf zurechtgestellt. Nicht wenig Materialauswahl – „aber dafür bezahlen die Eltern ja auch“, erläutert Jugendpflegerin Ellen Bruns.

Sie hat zur Unterstützung in der Betreuung jede Woche auch vier Schüler dabei, also zwölf, die sie quasi selbst herangezogen hat: „Sie haben bei mir die Ausbildung zur Juleica – Jugendleitercard – gemacht“. In der Schullehrküche nebenan kocht das Team mit den Kindern jeden Tag frisch, dort essen auch alle gemeinsam.

Es sind die doppelt berufstätigen Elternpaare oder Alleinerziehende im Beruf – wenn sie in den Sommerferien keinen Urlaub nehmen können, die das Angebot in Anspruch nehmen. Für sie ist das Sommercamp der gelebte Beitrag der Gemeinde Wedemark zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Sie bezahlen bei Grundschulkindern und Kindern aus dem letzten Kindergartenjahr 85 Euro in der Woche, für Jungen und Mädchen im fünften und sechsten Schuljahr 95 Euro, und es gibt einen Geschwisterrabatt von zehn Euro die Woche.

Die Kinder lieben die Abwechselung. Die elfjährige Alice aus Bissendorf-Wietze möchte eigentlich mehr davon. „Nächstes Jahr nehme ich zwei Wochen“, bestimmt sie ganz fest. Die gleichaltrige Cora aus Bissendorf würde jetzt ebenfalls nach einer Woche gern noch bleiben – „war echt cool“.

Ferienkompass ist auch ein Erfolg

Das andere Erfolgsprogramm der Gemeindejugendpflege im Sommer, der Ferienkompass, läuft auch diesmal mit großem Erfolg – und einer Besonderheit: In großer Zahl nehmen auch Kinder aus Flüchtlingsfamilien an Aktionen und Unternehmungen teil. Allein zehn Flüchtlingskinder sind mit in den Heidepark Soltau, zwei mit in den Serengetipark gefahren, wie Jugendpfleger Torbjörn Johansen berichtet.

Sich mit Tattoos schmücken, den Kurzkurs in Bodypainting, wollten acht Kinder aus Flüchtlingsfamilien unbedingt mitmachen. Auch ein gemütlicher Grillabend hat zur Integration beigetragen. Hervorragend kooperiert habe der Arbeiter-Samariter-Bund beim Transport der Kinder, betont Johansen. Wo Kinder einen Kostenbeitrag zu entrichten hatten, hat die Verwaltung die entsprechenden Formulare für Zuschüsse aus dem Bildungs- und Teilhabepaket schnell auf den Weg gebracht. Außerdem organisiert die Jugendpflege in Bissendorf in Zusammenarbeit mit den Flüchtlingen und dem ASB vor Ort ein eigenes Aktionsprogramm für die Flüchtlingskinder und andere Besucher des Jugendtreffs – alles zum Thema Integration.

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In der Frühstücksstunde finden sich alle Kinder und Betreuer erst einmal zusammen.

Quelle: Ursula Kallenbach
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