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Das Thema Schullandschaft kocht hoch

Bissendorf Das Thema Schullandschaft kocht hoch

Ausgerechnet in der letzten Sitzung des Gemeinderates vor den großen Ferien kocht das Thema Schullandschaft hoch. Auf eine Anfrage der CDU dazu nimmt sich Bürgermeister Helge Zychlinski fast am Ende der Tagesordnung noch viel Zeit, kämpferisch ins Detail zu gehen. Es ist 23 Uhr, als die Besucher den Bürgersaal in Bissendorf verlassen.

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Aus der Hand von Bürgermeister Helge Zychlinski (rechts) erhält Michael Helfers die Ernennungsurkunde zum Ehrenbrandmeister.

Quelle: Ursula Kallenbach

Wedemark. Wohl auch ein wenig verstört gingen viele Besucher hinaus. Denn hoch emotional war es hergegangen. Mit ihren Argumenten standen sich in Anfrage und Antwort nur die Landtagsabgeordnete Editha Lorberg aus der CDU-Ratsfraktion und Zychlinski gegenüber. Anfragen im Rat, die vorher schriftlich vorliegen, werden nicht diskutiert, die Ratsmitglieder blieben also weitgehend in der – sehr betroffenen – Zuhörerrolle. Ratsvorsitzender Heiner Peterburs brauchte mäßigende Worte, um die hitzige Kontroverse zu einem ruhigeren Ende zu bringen. Das Auslaufen der Konrad-Adenauer-Hauptschule wie auch der Förderschule Lernen, die Rolle der IGS in der Schullandschaft, die Raumverteilung unter den Schulformen auf dem Campus W in Mellendorf, die beständig schwierige Arbeit, Inklusion in allen Schulen zu ermöglichen – all das sind Themen, zu denen sich Lorberg für die CDU in den Schulen und öffentlich teils seit Jahren gegen die Verwaltung positioniert und zu denen sie vor zwei Wochen eine öffentliche Informationsveranstaltung gefordert hatte. Deshalb hatte sie diese Problemfelder in ihrer Anfrage benannt. Doch: „Sie haben vieles extrem verzerrend und teils falsch dargestellt in der Öffentlichkeit“, warf der Bürgermeister ihr vor, auch im Rückblick auf die aus seiner Sicht äußerst erfolgreiche Entwicklung der Wedemärker Schullandschaft. Sie habe Halb- und Unwahrheiten verbreitet. Damit, so Zychlinski, könne man die Ängste und Sorgen von Eltern und Lehrern nicht beseitigen. Zur Wahrheit gehöre auch, dass Lorberg in der Gründungszeit gegen eine IGS gestimmt habe. „Die Schule mit der größten Akzeptanz in der Wedemark wurde mit der Mehrheit des Rates und nicht der CDU eingerichtet“, betonte er. Zur Kritik an der Raumsituation im Schulzentrum: Es seien jetzt manche Räume mehr erforderlich für die IGS und Klassen mit behinderten Schülern, so Zychlinski. Von Beginn an sei aber das Raumkonzept auf dem Campus W als ein Pool von Räumen verstanden worden, die nach Bedarf den Schulformen zugewiesen werden könnten. Dies geschehe immer in enger Abstimmung mit den Schulen, betonte er. So erhalte die Hauptschule gerade neu renovierte Räume im Realschultrakt.

Nach 18 Jahren ist Ortsbrandmeister nun lieber als Gerätewart aktiv

18 Jahre lang hat Michael Helfers als Ortsbrandmeister die Brelinger Feuerwehr geführt - und noch viel mehr als das. Für seine langjährigen Verdienste ist er in der Ratssitzung zum Ehrenbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Wedemark ernannt worden. Als Ortsbrandmeister sei der Brelinger „mehr als authentisch“ gewesen, betonte Bürgermeister Helge Zychlinski. Besonders viel habe Helfers für die Werbung getan, um neue Mitglieder für die Feuerwehr zu gewinnen.

Vom 20. Juli 1997 bis 2015 erreichte Helfers seine Ortsbrandmeisterdienstjahre, insgesamt ist er bereits seit 30 Jahren in die Feuerwehrkommandoarbeit eingebunden. In der Gemeindefeuerwehr war er vor allem aktiv als Gruppenführer im Gefahrgutzug, im Einsatzleitwagen und im Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit.

Ab sofort ist Helfers in seiner Ortsfeuerwehr nur mehr Gerätewart. Leicht fällt dem Brelinger dies nicht, wie er in einer Rückschau auf viele Einsätze und Dorfereignisse zusammenfasste. Die Ortsfeuerwehr ist im Wechsel mit anderen Vereinen immer wieder auch federführend bei Dorfveranstaltungen.

Als Nachfolger erhielt Marcus Karp aus Brelingen die Ernennungsurkunde zum Ortsbrandmeister, ebenso der Brelinger Cord Hemme als sein Stellvertreter.

 

Noch mal ein Jahr an der Wietze

Drei Bebauungspläne sollen helfen, die Waldsiedlung Bissendorf-Wietze mit ihren großen Wohngrundstücken neu zu ordnen. Aber: Der Ortsrat Bissendorf-Wietze hat die vorgelegten Bebauungspläne und den Flächennutzungsplan an die Verwaltung zurückverwiesen. Um in dieser Situation Planungssicherheit herzustellen, möchte die Gemeinde die Veränderungssperre von 2012 für Grundstücke im Ort erneut verlängert sehen. Einmal ist dies 2014 wegen der Länge des Verfahrens schon geschehen. In der Ratssitzung folgten die Fraktionen – bis auf Erik van der Vorm (FDP) – der Bitte von Bürgermeister Helge Zychlinski, eine neue Verlängerung für ein Jahr zu beschließen. Die abzuarbeitenden Bereiche wie Waldrecht und Lärmschutz dort seien sehr komplex und erforderten Detailabstimmungen mit Land und Bund, argumentierte er. Weil sich der Ortsrat nicht ausreichend habe einarbeiten können, habe er sich zunächst gegen die Verlängerung der Veränderungssperren ausgesprochen, machte Ortsbürgermeister Daniel Leide im Rat deutlich. Am 9. Juli sei ein anderer Beschluss gefasst worden. So plädierte er nun für eine weitere Veränderungssperre. „Sonst könnte in dieser Zeit ja jeder anfangen zu bauen“, sagte er.

Von Ursula Kallenbach

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