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Ortsrat lädt Bissendorfer zum Mitreden ein

Bissendorf Ortsrat lädt Bissendorfer zum Mitreden ein

Die Gemeinde und der Ortsrat Bissendorf wollen die Entwicklung im Ortskern nicht dem freien Spiel der Kräfte überlassen, sondern mit Augenmaß lenken. Um das nicht über die Köpfe der Einwohner hinweg zu tun, lädt der Ortsrat alle Bissendorfer ein, ab sofort Anregungen und Ideen beizutragen.

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Susanne Brakelmann (von links) Andrea Giese und Reinhard Fischer laden stellvertretend für den gesamten Ortsrat alle Bissendorfer zum Mitreden ein bei der künftigen Dorfkernentwicklung.

Quelle: Roman Rose

Wedemark. Noch bis 20. Oktober kann jeder Bissendorfer seine Ansichten Ortsbürgermeisterin Susanne Brakelman mailen an sbrakelmann@t-online.de, oder per Post an ihre Adresse Dachsfang 1, 30900 Wedemark, schicken. "Es gibt keine Denkverbote", betont Andrea Giese. Reinhard Fischer sagt: "Wir wollen das Wissen der Bürger von Anfang an einbeziehen, wir als Ortsrat wissen auch nicht alles."

Für die Ideensammlung setzt der Ortsrat drei Schwerpunkt-Fragen: Wie sollen Straßen gestaltet werden? Soll das Ortsbild erhalten bleiben? Wie sollen Grünflächen gestaltet und welche Bäume erhalten werden? Erstmal werde nur gesammelt, nach dem 20. Oktober dann gesichtet und sortiert, kündigt Brakelmann an.

Hintergrund ist, dass in Bissendorfs historischem Kern Veränderungen absehbar sind und es keinen gültigen Bebauungsplan oder eine Gestaltungssatzung gibt. Das bedeutet, dass (Um-)Bauwillige sich nur am vorhandenen Bestand orientieren müssen - das ist dem Ortsrat aber zu weich als Kriterium. "Dann gibt es zum Beispiel elf Meter Bauhöhe in der Nachbarschaft, der nächste beantragt dann schon 13, wieder der nächste 14, so entsteht Wildwuchs", sagt Brakelmann. Stattdessen wollen die Gemeinde und der Ortsrat Regeln aufstellen, ohne zu knebeln. Ob diese dann künftig in Form eines Bebauungsplans, einer Gestaltung-, Erhaltungssatzung oder unter anderem Namen gelten, ist noch offen.

Grundstücke, an denen absehbar Veränderungen anstehen oder historische Bausubstanz gefährdet ist, sind nach Informationen des Ortsrats zum Beispiel eine alte Hofstelle an der Gottfried-August-Bürger-Straße gegenüber der Bissendorfer Bücherei und das Grundstück an der Ecke Tattenhagen, Scherenbosteler Straße und Am Markt.

Als Basis gibt es jetzt eine städtebauliche Bestandsaufnahme des Ortskerns. Die Untersuchungen beziehen sich auf den rund 13 Hektar großen Kernbereich um Kirche und Amtshof herum. Die Analyse ist öffentlich, jeder kann sie einsehen. Sie ist auf der Seite der Gemeinde Wedemark wedemark.de als Drucksache Nummer 163/2017 zu finden: Startseite, Rat und Politik, Sitzungsvorlagen. Dort kann im Suchfeld die Nummer eingegeben werden. Unter "Anlagen" befindet sich dann das pdf "Bestandsaufnahme Juli 2016".

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