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Wedebiene fährt Bedürftige für kleines Geld

Wedemark Wedebiene fährt Bedürftige für kleines Geld

Die erste Hürde ist genommen, der Verein Bürgerbus Wedebiene hat sich offiziell gegründet. Ziel ist es, bedürftigen und kaum mobilen Wedemärkern eine Möglichkeit zu bieten, für sehr wenig Geld zum Arzt, zu Behörden oder zum Einkaufen gefahren zu werden. Mitte April 2018 soll ein Kleinbus startbereit sein.

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Karsten Molesch aus Meitze ist der Vorsitzende des neuen Vereins Bürgerbus Wedebiene.

Quelle: privat

Wedemark. Zum Vorsitzenden wurde Karsten Molesch aus Meitze gewählt. Als Stellvertreter stehen ihm Horst Eicke und Frank Gerberding (beide Negenborn) zur Seite. Schriftführerin ist Angela Klingrad (Bissendorf-Wietze). Birgit Eicke-Wedegärtner (Negenborn) führt die Kasse. Als Beisitzer fungieren Katrin Klawitter (Meitze), Daniel Diedrich, Sven Ernst und Nicole Denecke (alle Mellendorf). Als Kassenprüferinnen wurden Constanze Beckedorf (Bissendorf) und Michaela Marquardt (Meitze) gewählt.

Mitglieder hat der Verein noch nicht - doch das gehört zumindest zu diesem Zeitpunkt zum Programm. Denn wer von der Wedebiene gefahren werden will, muss sich beim Vorstand um eine Mitgliedschaft bewerben. Dieser entscheidet, ob der Bewerber finanziell bedürftig oder aus eigener Kraft so wenig mobil ist, dass er für diesen Service infrage kommt. Welche Einkommensgrenzen gelten und auf welchem Weg der Vorstand diese Informationen erhält, wird noch diskutiert. Wer dann Mitglied wird, kann als Erwachsener für einen Jahresbeitrag von 48 Euro (Minderjährige 36 Euro) die Fahrdienste nutzen. Wer den Verein nur finanziell fördern will, ist ab 60 Euro Jahresbeitrag willkommen.

Bei der Vereinsgründung half die Gemeinde unter anderem mit juristischem Rat, die Erste Gemeinderätin Susanne Schönemeier begleitete die Gründungsversammlung. Nun will der Vorstand  Sponsoren suchen, damit ein Kleintransporter für bis zu neun Personen angeschafft werden kann. Ehrenamtliche Fahrer sollen die Dienste tageweise übernehmen. Auch dafür sind Freiwillige willkommen.

Für den praktischen Betrieb ist nach den Worten von Molesch geplant, dass die Mitglieder ihre Wünsche mindestens zwei Tage vor dem jeweiligen Termin anmelden, eine Rufnummer dafür wird noch bekannt gegeben. Die Fahrer planen ihre Routen nach den Anmeldungen selbst. Damit auch Rollstuhlfahrer profitieren können, solle der Bus eine Rampe haben. "Das muss sich sicher erst einspielen, aber in dem Ort Bienenbüttel, der bereits einen solchen Bürgerbus betreibt, läuft das seit neun Jahren ganz problemlos", betonte Molesch.

Wie so oft, spielte der Zufall beim Zustandekommen des Projekts eine Rolle. Molesch hielt sich privat in Bienenbüttel auf und las in der dortigen Zeitung vom Bürgerbus. Zusammen mit drei  Mitstreitern aus der Wedemark besuchte er den dortigen Vereinsvorsitzenden für mehr Informationen - und kehrte praktisch mit einer Blaupause für die Vereinsgründung zurück.

Dass der Bürgerbus Wedebiene hiesigen Taxiunternehmen die Butter vom Brot nimmt, sieht Molesch nicht. "Die Menschen, die bei uns Mitglied sind und gefahren werden, könnten sich gar kein Taxi leisten", sagt er. Eines will der Verein auf keinen Fall sein - Lückenbüßer. "Wir sind nicht der Ersatz für Menschen, die nur keine Lust haben, selbst zu fahren", betont er.

Als nächstes will der Verein nicht nur als gemeinnützig, sondern sogar als mildtätig eingestuft werden. Das bringe noch größere  steuerliche Vorteile, sagt Molesch. Bis der Verein eine eigene Telefonnummer hat, gibt er allen Interessierten gern weitere Auskünfte. Er ist unter Telefon (01 51) 22 63 54 90 zu erreichen sowie per E-Mail an molesch@initonline.de.

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