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Wertstoffinsel in kürzester Zeit wieder vermüllt

Wedemark Wertstoffinsel in kürzester Zeit wieder vermüllt

Immer wieder vermüllte Werstoffplätze sind vielen Wedemärkern ein Dorn im Auge. In Mellendorf reagierte Abfallentsorger aha jetzt prompt – doch am nächsten Tag türmte sich neuer Unrat.

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Standplatzbetreuer Andreas Szymanski kennt das schon: Kaum hat er den Platz gereinigt, liegt am nächsten Tag schon wieder neuer Müll dort.

Quelle: Roman Rose

Mellendorf. Zu einigen Containern ist schon gar kein Durchkommen mehr: Mehr als kniehoch stapeln sich Kartons, Säcke mit Müll und solche mit Flaschen am Dienstag am Sammelplatz am Freizeitpark, eine ausrangierte Bettdecke ist auch dabei. Am selben Tag posten Facebook-Nutzer Bilder.

Ein Anruf der Nordhannoverschen bei der Gemeinde ergibt: Diese weiß schon Bescheid, hat bereits Abfallentsorger aha informiert. Am Mittwoch teilt aha-Pressesprecherin Helene Herich auf Anfrage der Nordhannoverschen mit, dass der Platz bereits gereinigt sei.

Ein Blick am Donnerstagvormittag zeigt dann: Schon wieder Säcke mit Flaschen, Müll, ein Haufen Altkleider. Standplatzbeteuer Andreas Szymanski ist auch schon wieder da, macht erneut sauber. Besonders nervig: Viele Papier- und Glascontainer sind noch aufnahmefähig, doch die Müllfrevler nutzen sie gar nicht, sondern stellen Kartons und Flaschen in großen Mengen direkt daneben ab. Auch einen Altkeidercontainer gibt es, doch auch viele Altkleider landen zwischen dem Müll.

„Die vielen Flaschen müssen von einem Restaurant sein, so viele von der selben Sorte in so kurzer Zeit trinkt kein Mensch“, sagt Szymanski. Auch die Zahl der Weinkartons lässt darauf schließen. Was er nicht schon alles gefunden hat: Kadaver, Kühlschränke, Einbauküchen, einmal sogar rund 750 Kilo Dachpappe. „Wenn die Container nicht zum Teil abgeschlossen wären, würden die Leute auch hochkant ihre Sofas reinstecken“, sagt er.

Seine Idee: Ob ähnlich wie in Wennebostel die Sammelstelle vielleicht beim nahegelegenen Supermarkt besser platziert wäre? Denn eines hat er beobachtet: Seit Flüchtlinge in der Jugendhalle wohnen, der Platz also stärker unter Beobachtung steht, sei die Vermüllung weniger geworden.

Einen besondere Schwerpunkt sieht die aha-Sprecherin in Mellendorf nicht. Speziell am Freizeitpark werde viermal wöchentlich kontrolliert, sonst meist zweimal. Beschwerden seien Einzelfälle. Vom Dualen System erhält aha als zuständiger Entsorger ein Nebenentgelt für die Errichtung, Bereitstellung, Erhaltung und Sauberhaltung von Wertstoffinseln. Kosten für zusätzliche Reinigungen belasten nach Herichs Worten nicht den Gebührenhaushalt, sondern werden aha vom Dualen System erstattet.

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